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Kiosk Systeme für alle - kein Problem mit FullPageOS

Nicht nur im professionellen Bereich sind Kiosk Systeme gerne gesehen, auch im privaten Bereich erfüllen sie durchaus ihren Zweck.
In Firmen dienen sie der steten Überwachung im Netzwerkbereich oder einer ersten Firmenpräsentation in der Lobby. Im privaten Sektor können damit aktuelle Wetter- und Temperaturdaten auf den Bildschirm oder neuerdings den Spiegel gebracht werden.

Meistens steckt hinter solchen Systemen nicht mehr als ein RaspberryPi oder andere Mini Computer. Diese werden mit einem schlichten System bestückt und booten in die gewünschte Umgebung. Doch bis zum fertigen Kiosksystem sind oft mehrere Handgriffe notwendig, hier setzt FullPageOS an.

FullPageOS

FullPageOS - Kiosk System fürs Volk

FullPageOS ist ein Fork von OctoPi, welches im 3D Druckbereich verbreitet ist. Beide Systeme basieren auf Raspbian und bringen lediglich einige Scripte mit, welche das System zu einem reinen Kiosk System umwandeln.
Das FullPageOS bootet in diesem Fall einen Chromium Browser im Vollbildmodus, nicht mehr und nicht weniger, fast ganz ohne manuellen Eingriff ist aber auch das nicht möglich.
Die gewünschte Webseite zur Präsentation kann individuell festgelegt werden.

Installation FullPageOS

Konfiguration von FullPageOS

Auch wenn das System als fertiges Kiosk System angepriesen wird, sind ein paar wenige Handgriffe für die Erstkonfiguration notwendig.

Zunächst sollten die Lan- oder Wlan Einstellungen unter "/boot/fullpageos-network.txt" angepasst werden.

Ist dieser Schritt erledigt, wird das System nochmal gebootet.

Nun erfolgt eine Einwahl über SSH auf das Gerät (am besten mit Putty). Ein Login ist mit "pi" und "raspberry" möglich. Nach der ersten Verbindung sollte das Passwort des Standardnutzers mit "passwd pi" geändert werden. Weitere Konfigurationen können mit "sudo raspi-config" erfolgen.

Die Startseite eures Kiosk Systems kann unter "boot/fullpageos.txt" angepasst werden.

raspi-config

Auf dem System ist ein VNC Server zur Wartung vorinstalliert, solltet ihr diesen nicht benötigen, schaltet ihn besser ab.

sudo apt-get remove x11vnc

Je nach Sicherheitslevel können weitere Härtungsmaßnahmen ergriffen und unnötige Pakete oder Dienste deaktiviert werden.

Nach diesen letzten Schritten sollte ein fertiges Kiosk System vorhanden und funktionstüchtig sein.

Weitere Infos sind auf der Entwickler Webseite zu finden.



Für ein Kiosk System ist sicherlich nicht zwingend ein extra Betriebsystem notwendig, denn auch vorhandene Raspbians lassen sich einfach in ein Präsentations System umwandeln.

Kiosk System auf einem vorhandenen Raspbian installieren

Hier gilt, wie so oft, viele Wege führen ans Ziel, den einfachsten für ein vorhandenes Raspbian System möchte ich hier kurz aufzeigen.

Iceweasel installieren

Ein Kiosk System ist mit jedem Browser möglich, in diesem Beispiel wird Iceweasel verwendet, welches dem bekannten Firefox entspricht.

apt-get install iceweasel iceweasel-l10n-de

Beim zweiten Paket handelt es sich um das deutsche Sprachpaket

Verknüpfung von Iceweasel im Autostart erstellen und die Startseite anpassen

sudo cp /usr/share/applications/iceweasel.desktop /home/pi/.config/autostart/iceweasel.desktop

sudo nano /home/pi/.config/autostart/iceweasel.desktop
    Exec=iceweasel https://kioskmodus.online

Bildschirmschoner deaktivieren

Hier ist der einfachste Weg, einen vollwertigen Bildschirmschoner zu installieren und zu deaktivieren, damit erspart man sich die Suche nach den genauen Einstellungen.

sudo apt-get install xscreensaver

Unter den Einstellungen des Xscreensavers kann nach der Installation einfach auf  "deaktivieren" geklickt werden.  Als Alternative hier noch die Einstellungen via Kommandozeile.

sudo nano /etc/xdg/lxsession/LXDE/autostart

#@xscreensaver -no-splash

@xset s off #(Screensaver ausschalten) Geht alternativ auch über die Oberfläche.
@xset -dpms #(Energiesparmodus deaktivieren) Geht alternativ auch über die Systemeinstellungen
@xset s noblank #(Screensaver ausschalten)

Der Energiesparmodus sollte in jedem Fall ausgeschaltet werden, unabhängig davon wie der Bildschirmschoner deaktiviert wird.

Vollbildmodus via Plugin oder F11

Für Iceweasel/Firefox gibt es zwei Plugins, welche einen Kioskmodus verwalten, bzw. unterstützen. Unter dem Namen mKiosk oder rKiosk sind diese zu finden. Beide erfüllen ihren Zweck und bieten alles, was es zur Verwaltung eines Kiosksystems braucht.
 

firefox-kiosk


Sollten ihr damit nicht zurechtkommen, reicht es aus den Browser so zu konfigurieren, dass er nach einen Neustart mit den alten Einstellungen wieder hoch kommt. Danach startet ihr Iceewasel  mit F11 im Vollbild, diese Einstellungen wird er sich merken und nach dem nächsten Neustart habt ihr immer noch ein Vollbild (Hier besteht allerdings die Möglichkeit, dass andere Nutzer in das System eingreifen, da kein Password hinterlegt werden kann).

Manche Nutzer stören sich sicherlich am Mauszeiger, dieser kann mit Unclutter ausgeblendet werden.

sudo apt-get install unclutter

sudo nano /etc/xdg/lxsession/LXDE/autostart

@unclutter -idle 5

Fazit

FullPageOS ist eine praktische Variante für einen Kiosk Modus, wenn noch kein System vorhanden ist. Bei installiertem Raspbian ist der Betrieb als Kiosksystem mit wenigen Handgriffen auf gleichem Niveau möglich.

Bei Varianten erfüllen ihren Zweck, wobei sich FullPageOS auf Chromium eingeschossen hat. Der händische Kiosk Modus erlaubt den Einsatz verschiedener Browser und Einstellungen, egal ob Midori, Iceweasel oder Chrome. Hier wäre eine Auswahlmöglichkeit bei der Installation von FullPageOS sicherlich eine feine Sache.

Kaiwa - ein moderner Webclient für XMPP Chats

XMPP Client-Server Strukturen sind immer noch häufig zu finden. Dies gilt nicht nur für den privaten Bereich , auch im Firmenumfeld wird XMPP, früher bekannt als Jabber, zur Kommunikation eingesetzt.

Bekannte Clients in diesem Bereich sind sicherlich Pidgin, Jitsi oder Gaim. Da der Trend in den letzten Jahren jedoch in Richtung Webclients geht, wirkt XMPP im Vergleich zu Slack, Hipchat, Mattermost wie aus den 90ern.

Kaiwa-Chat

Ein XMMP Server lässt sich mit relativ einfachen Mitteln um ein schickes Web Frontend erweitern.

Viele setzten bisher wahrscheinlich auf jappix.org. Dieses XMPP Web Frontend funktionierte mit Hilfe von Plug-Ins auf gängigen Servern wie Prosody, Ejabbered oder Openfire. Auch Candy ist in diesem Zusammenhang vielen sicherlich ein Begriff. Doch solle es heute nicht um diese Varianten gehen.

Kaiwa - XMPP im Browser Tab

Eine weitere Möglichkeit ein Web Frontend für XMPP umzusetzen bietet Kaiwa. Das Frontend ist ein Fork von OTalk.

Es hat einen modernen Look und bietet mit Funktionen wie Gruppenchats, privaten Unterhaltungen, Desktop Notifikationen, LDAP oder Multimedia Einbettung, alles was ein grundsolider Webclient benötigt.

Zusätzlich zum Web Frontend, lässt sich Kaiwa auch als normaler Desktop Client installieren.

Doch vor der Anwendung muss zunächst das System an sich installiert werden.

Installation Kaiwa Frontend bei vorhandenem XMPP Server

Voraussetzung für einen funktionalen Chat ist NodeJS. Der Installationsvorgang sollte aus vergangenen Artikeln bekannt sein.

curl --silent --location https://deb.nodesource.com/setup_4.x | sudo bash -

apt-get install nodejs

Darauf folgenden die nötigen Pakete, so wie der Git Download.

sudo apt-get install uuid-dev

git clone https://github.com/digicoop/kaiwa.git

cd kaiwa/

cp dev_config.example.json dev_config.json

npm install


Als nächstes erfolgt der Start des Servers. Dieser kann mit einfachen Mitteln auch als Dienst im Hintergrund laufen (z.B. Script unter /etc/init), dies wäre aber Thema für einen eigenen Artikel, darum hier nur der Server Start.

node server

kaiwa

Startet der Server ohne Probleme kann unter http://xmppserver:8000/login die Weboberfläche aufgerufen werden.

Da bie dieser Konfiguration noch auf der laufende bzw. vorhandene Server eingetragen werden muss, sollte zunächst ein Blick in die Konfig geworfen werden.

Installation mit Openfire XMPP Server

Bei einem Betrieb mit Openfire müssen folgende Schritte unternommen werden.

Zum einen die Aktivierung des Websocket Plugins über die Oberfläche (Port 7443)

openfire-websocket

Zum anderen, sollten selbstsignierte Zertifikate im Einsatz sein, muss der Websocket Adresse noch vertraut werden.

Dazu einfach im Browser aufrufen und das Zertifikat als vertrauenswürdig einstufen (https://xmppserver:7443/ws/)

Die Kaiwa Konfiguration unter dev_config.json sollte je nach XMPP Server wie folgt gestaltet werden.

Openfire

{

    "isDev": true,

    "http": {

        "host": "localhost",

        "port": 8000

    },

    "session": {

        "secret": "geheimgeheim"

    },

    "server": {

        "name": "Kaiwa",

        "domain": "xmppserver",

        "wss": "wss://xmppserver:7443/ws/",

        "muc": "",

        "startup": "",

        "admin": ""

}

Installation mit ejabberd XMPP Server

Ist ein ejabberd Server im Einsatz werden folgende Konfigurations Zeilen benötigt.

ejabberd

{

   "isDev": true,

   "http": {

       "host": "localhost",

       "port": 8000

   },

   "server": {

       "domain": " xmppserver.de",

       "wss": "wss:// xmppserver :5280/websocket/"

   }

}

Fazit

Durch eine moderne Oberfläche wirkt manch altbackener Client gleich viel frischer.  Die hier gezeigte Methode mit Kaiwa in Verbindung mit NodeJS bietet eine schnelle Möglichkeit vorhandene Strukturen zu modernisieren.

Auch neue Strukturen lassen sich schnell Aufbauen. Kaiwa steht als fertiges Docker Image mit Prosody und NodeJS zur Verfügung und bietet somit einen leichten Einstieg.

Kaiwa

myNoise - Katzenschnurren und weitere Beruhigungs Cocktails

Beruhigende Sounds hatten ich hier schon öfter, ich erinnere mich noch an  calm und rain moods oder das bekanntere Noisli

Katzen Schnurr Generator

Durchs Internet macht gerade der Cat Purr Generator die Runde. Übersetzt ist das sowas wie eine Generator für Katzenschnurren. Hört sich gut an und beruhigt ungemein.

Katzen-Schnurr-Generator

Auf der Seite myNoise, welche das Katzenschnurren beheimatet, kann jeder seinen eigenen Sound kreieren, egal ob Ventilator, Rechenzentrum oder Regentage. Es ist für alle etwas dabei. 
Die einzelnen Sound lassen sich mit einem Equalizer für den eigenen Geschmack anpassen oder via Timer ausschalten.
Eine eigene App hat die Seite ebenso, bisher aber leider nur für Apple Geräte

Retro Time - archive.org stellt 2400 MS-DOS Spiele Klassiker online

Cannon Fodder, Lost Vikings, Lemmings, Duke Nukem 3D, Wolfenstein 3D, Sim City, Bundesliga Manager, Turrican, Jazz Jackrabbit, Wings of Fury, Larry oder Indiana Jones. Ach ich komme gar nicht hinter her, alle Kult Spiele aufzuzählen.

Nachdem archive.org sich vor einiger Zeit den Konsolenspielen gewidmet hat, werden nun MS-DOS Spiele nach gereicht. Und diese können sich sehen lassen. Ganze 2400 Spiele werden zur Verfügung gestellt, wobei die kleine Klassiker Auswahl oben nur einen Bruchteil der Sammlung darstellt.

Der Kenner bemerkt aber sofort, dass sich einige Spiele aus der frühen Kindheit darunter befinden, welche auf dem Amiga oder 286/368/486er gespielt wurden, bis die Finger wund waren. (Ach die gute alte Zeit). 

Software-Library_MS-DOS-Games

Die Mega Spiele Sammlung steht nicht nur frei zur Verfügung, alle verfügbaren Spiele lassen sich ebenfalls direkt in gängigen Browsern spielen. Das ist schon ne tolle Sache :)

Bei einem ersten Test funktionierte dies mit einem aktuellen Firefox oder Chrome ohne Probleme. Der Emulator ist allerdings noch in einer Beta Phase, es kann also durchaus zu Fehlern kommen.

Jazz_Jackrabbit

archive.org 2400 MS-DOS Spiele für den Browser

Tracking ade - CanvasBlocker, Fingerprinting im Firefox blockieren

Letzten Sommer hatte ich kurz über die neue Canvas Tracking Methode via Browser Fingerabdruck der Werbeindustrie berichtet. Dabei geht es es darum den Browser mit dem "<canvas>" Element eindeutig zu identifizieren, wie im ersten Artikel zu diesem Thema etwas genauer beschrieben.

Browser Fingerprinting im Firefox blockieren

Für den Firefox gibt es ein Add-on, welches genau dieses Element blockiert. Dies hat zum einen den Vorteil, dass Tracking auf diese Methode nicht mehr möglich ist, aber auch den Nachteil, dass eine Warnung auch auf Seiten erscheint, welche nicht tracken, sondern das Element für grafische Zwecke nutzen, wie ursprünglich gedacht.

So hatte zum Beispiel die JavaScript Bibliothek Modernizr v2.5.3 genau diese Meldung hervorgebracht,obwohl diese mit Tracking rein gar nichts am Hut hat. (Quelle)

canvas-blocker

Dennoch ist das Add-on nicht komplett unbrauchbar, er erhöht den Grundschutz auf jeden Fall, macht aber dabei keine Gefangenen, außer der Anwender pflegt die vorhandene Whitelist regelmäßig.

Hier wäre in Zukunft eine vorgefertigte Liste mit bekannten, aber nicht trackenden Seiten wünschenswert.

Eine Empfehlung ist das CanvasBlocker Add-on sicherlich wert.

download canvas blocker