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pgAdmin 4 v2.0 - Bessere Performance und PostgreSQL 10 Unterstützung

Seit gut einem Jahr ist pgAdmin in Version 4 verfügbar. Die komplett überarbeitete Version wurde damals neu geschrieben und Stand zu anfangs noch auf etwas wackeligen Beinen. Keine Wunder nach einer komplett neu geschriebenen Variante.

Mit der aktuellen Version 2.0 wurden daher bis zu 70 Bugs gefixed. Die Performance des JQuery UI wurde massiv verbessert und eine SSL Unterstützung integriert. Natürlich ist auch die Unterstützung für das aktuelle PostgreSQL 10 mit an Bord. 

Eine Konfiguration im Vorfeld soll nun wegfallen und das PostgreSQL Tool "out of the box" starten.

Alle Änderungen lassen sich im Blog Beitrag nachlesen.

pgadmin4-logo

Installation pgAdmin 4 unter Ubuntu 16.04. LTS

Es gibt mehrere Varianten das Tool auf Ubuntu zu installieren. Leider wird bis jetzt noch kein Repository unterstützt. 

Es kann auf die Python Wheel Variante zurückgegriffen werden.

sudo apt-get install virtualenv python-pip libpq-dev python-dev
virtualenv pgadmin

cd
virtualenv pgadmin
cd pgadmin
source bin/activate
pip install https://ftp.postgresql.org/pub/pgadmin/pgadmin4/v2.0/pip/pgadmin4-2.0-py2.py3-none-any.whl

python ~/pgadmin4/lib/python2.7/site-packages/pgadmin4/pgAdmin4.py

Die Konfigurationsdatei dieser Installation ist unter lib/python2.7/site-packages/pgadmin4/config.py zu finden.

pgadmin-dashboard1

Installation pgAdmin 4 mit Docker Container

Wer lieber auf Docker setzt, der kann auch einen Container verwenden.

docker pull dpage/pgadmin4

docker run -p 80:80 -e "PGADMIN_DEFAULT_EMAIL=user@example.de" -e "PGADMIN_DEFAULT_PASSWORD=SuperSecret" -d dpage/pgadmin4


oder mit einer SSL Variante

docker pull dpage/pgadmin4
docker run -p 443:443 \
-v "/private/var/lib/pgadmin:/var/lib/pgadmin" \
-v "/path/to/certificate.cert:/certs/server.cert" \
-v "/path/to/certificate.key:/certs/server.key" \
-e "PGADMIN_DEFAULT_EMAIL=user@example.de" \
-e "PGADMIN_DEFAULT_PASSWORD=SuperSecret" \
-e "PGADMIN_ENABLE_TLS=True" \
-e "PGADMIN_SERVER_NAME=pgadmin.domain.com" \
-d pgadmin4

 

Fazit

Leider konnte ich die neue Version bis jetzt noch nicht auf Herz und Nieren testen. Allerdings ist trotz der Performance Verbesserungen, immer noch Luft nach oben. Detaillierte Fehler wie beispielsweise mit Postgis (siehe alter Artikel), kann ich adhoc nicht beurteilen.

Die nicht vorhandene Installation via Repository wird einige Ubuntu Nutzer an der Verwendung des Tools hindern, immerhin stehen mit RPM, PIP und Docker Alternativen zur Verfügung. 

Die alte Version 3 wird zwar nicht mehr offiziell unterstützt, kann aber alternativ weiterhin verwendet werden. 

Glances - modernes Linux Performance Monitoring Tool

Unter Linux gibt es viele Möglichkeiten Performance oder andere Systemdaten zu messen. Den meisten wird wohl top als erstes in den Sinn kommen, andere nutzen eventuell free, bmon, vmstat, tcdump, htop, netstat oder lsof.

Glances geht einen ähnlichen Weg, versucht allerdings noch mehr Werte wie beispielsweise CPU Last, Speicherverbrauch, Load, Prozesse, Netzwerkdaten, Festplatten I/O Daten, IRQ / Raid Daten, Batteriesensor, Dateisysteme, Docker Container, Wifi, Alarmierung, Systeminfos oder Uptime unter einem Dach zu vereinen.

Man könnte Glances somit als eierlegende Wollmilchsau bezeichnen. Zusätzlich sieht es schick aus und weist den Anwender mit vordefinierten Farbcodes auf bestehende Systemprobleme hin.

Grün: Gut
Blau: Obacht
Violett: Warnung
Rot: Kritisch

Hier zeigt sich ein Vorteil zum bekannten top Befehl, welcher kein Highlighting kennt.

Glances basiert auf Python und greift auf psutil zurück, um Informationen aus dem System zu lesen.

glancesDie Installation kann via wget oder pip vorgenommen werden.

Installation unter Ubuntu/Mint

sudo apt-get install python-pip
pip install --upgrade pip
pip install glances

Alternative Installationsmethode

wget -O- http://bit.ly/glances | /bin/bash

Für Containerfreunde gibt es ebenfalls einen Docker Container

docker pull nicolargo/glances
docker run -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock:ro --pid host -it docker.io/nicolargo/glances

Bedienung

Glances lässt sich mit diversen Parametern starten und beherrscht ebenfalls eine Remoteauswertung.

Hier ein paar praktische Startkommandos (alle können mit glances --help gelistet werden)

  • Der Client Server Modus kann mit glances -s gestartet werden, wobei auf der Serverseite glances -c 192.168.0.1 aufgerufen werden sollte.
  • Der ebenfalls mitgelieferte Webserver Modus kann mit glances -w gestartet werden, dazu wird allerdings das modul bottle benötigt (sudo pip install bottle). Der Server ist dann via http://127.0.0.1:61208/ erreichbar 

Weiter praktische Shortcuts, welche im Programm selbst anwendbar sind:

a – Sort processes automatically
c – Sort processes by CPU%
m – Sort processes by MEM%
p – Sort processes by name
i – Sort processes by I/O rate
d – Show/hide disk I/O stats ols
f – Show/hide file system statshddtemp
n – Show/hide network stats
s – Show/hide sensors stats
y – Show/hide hddtemp stats
l – Show/hide logs
b – Bytes or bits for network I/Oools
w – Delete warning logs
x – Delete warning and critical logs
1 – Global CPU or per-CPU stats
h – Show/hide this help screen
t – View network I/O as combination
u – View cumulative network I/O
q – Quit (Esc and Ctrl-C also work)

glances

Fazit

Top ist sicherlich die erste Wahl, wenn es um eine schnelle Systemanalyse geht. Das Tool ist in nahezu jedem System integriert und benötigt keine extra Dateien.
Für eine ausführliche, farblich abgegrenzte und einfache Auswertung ist Glances aber eine gute Alternative. Dank der vielen Zusatzfunktionen (Remote, Docker Container) ist das Anwendungsspektrum ebenfalls relativ groß. 
Administratoren, welche regelmäßig mit top oder htop arbeiten, können allerdings getrost weitergehen. Der hippe Look sticht zwar ins Auge, viele Werte lassen sich allerdings auch mit systemeigenen Tools auslesen
 

Download Glances

Ubuntu Landscape Standalone Server (LDS) 15.10 unterstützt nun Container

Die letzten Tage wurde Ubuntu 15.10 Wily Werewolf (Link) veröffentlicht.
Gleichzeitig wurde auch der zentrale Ubuntu Verwaltungs Server Landscape auf eine neue Version 15.10 gehoben.

ubuntu
Wie der alte 15.01 Server als standalone Version für zehn virtuelle und zehn feste Ubuntu Maschinen installiert wird, hatte ich bereits beschrieben (Artikel). Darum werde ich heute nur auf ein Update eingehen. Hier sollte allerdings auf das neue Lizenzmanagement geachtet werden.

Landscape Standalone LDS 15.10 unterstützt nur noch Container

Die standalone Version zeichnet sich dadurch aus, dass keine weiteren Kosten entstehen und ist somit für eine kleine Umgebung durchaus geeignet.

Ein genauer Blick auf die Änderungen in 15.10 offenbart jedoch Änderungen bei der freien Lizenz.

"Otherwise, a free license with 10+50 seats (bare metal plus LXC containers) will be used"

Das heißt freie virtuelle Lizenzen fallen komplett weg, dafür sind 50 Container dazu gekommen. Bei einer kleine Infrastruktur mit virtuellen und harten Maschinen sollte über ein Update auf die aktuelle Version gut nachgedacht werden, da diese nach einem Update eventuell nicht mehr ausreicht. Für Freunde von Containerlösungen dürfte die neue freie Lizenz allerdings sehr interessant sein.

Update auf Landscape Server 15.10

Hier nun der kurze aber praktische Hinweis auf das Update.

Voraussetzung für ein Update ist ein funktionierende LDS Version 15.01.

Landscape-15.10

Ist dies gewährleistet muss zunächst muss das aktuelle PPA im System hinterlegt werden.

sudo add-apt-repository ppa:landscape/15.10
    sudo apt-get update
    sudo apt-get dist-upgrade
    

The following packages will be upgraded:
  juju-core landscape-hashids landscape-server landscape-server-quickstart

Das Überschreiben von bestehenden Konfigurationsdateien sollte unterlassen werden.

Configuration file '/etc/landscape/service.conf'
 ==> Modified (by you or by a script) since installation.
 ==> Package distributor has shipped an updated version.
   What would you like to do about it ?  Your options are:
    Y or I  : install the package maintainer's version
    N or O  : keep your currently-installed version
      D     : show the differences between the versions
      Z     : start a shell to examine the situation
 The default action is to keep your current version.
*** service.conf (Y/I/N/O/D/Z) [default=N] ? N

Die Installation verläuft in ihren Schritten voll automatisch und startet alle Dienste nach der Aktualisierung neu.

Probleme konnten keine festgestellt werden.

Nach der Installation steht das Entfernen des alten Repository an. 

sudo apt-add-repository --remove ppa:landscape/15.01

Landscape-15.10-Installation

Die Neuerungen des Landscape Servers 15.10

Die Highlights der neuen Version sind nicht überragend, aber auch nicht zu vernachlässigen.

  • Autopilot only supported on MAAS 1.8 or later
  • New charm to deploy Landscape
  • Juju deployed Landscape can be upgraded to future versions
  • HA (High Availability) cloud deployment
  • Openstack Kilo cloud deployment
  • Add hardware to existing cloud   

Die vollen Release Notes sind hier zu finden. Ein Blick in die volle Dokumentation lohnt ebenso.


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