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Raspberry Pi 4 Kiosk - Bildschirmschoner unter Raspberry Pi OS deaktivieren

Der Raspberry Pi ist schon längere Zeit in Version 4 verfügbar, Raspbian heißt nun Raspberry Pi OS und der dazugehörige Imager hat mehr Optionen erhalten (Strg + Shift +X).

Dies sind allerdings nicht die einzigen Neuerungen. Denn eine oft gestellte Frage hat nun ebenfalls eine andere Antwort.

Wie deaktiviere ich den Bildschirmschoner unter Raspberry Pi OS

Um den Bildschirmschoner zu deaktivieren, konnten bisher in einigen Dateien Hand angelegt werden.

So mussten in der Vergangenheit diverse Werte im Autostart eingetragen werden:

/home/pi/.config/lxsession/LXDE-pi/autostart

Beziehungsweise unter:

/etc/xdg/lxsession/LXDE-pi/autostart 

Details dazu findet ihr in einem alten Artikel.

Mit der neuen OS Version, welche auf Debian Buster basiert, ist dies nicht mehr nötig.

Der Hersteller hat diese Option nun direkt im Konfigurationstool versteckt. 

sudo raspi-config

[Menu] --> [Preferences] --> [Screen Blanking]

raspberrypi4-screensaveDie alten Methoden funktionieren nicht mehr.

Ein weiterer Workaround wäre die Installation eines extra Screensavers ( sudo apt-get install xscreensaver ), welcher dann deaktiviert wird. Dieser Schritt sollte im Normalfall allerdings nicht nötig sein.

 

LVM Anleitung - Volume Group umbenennen (Ubuntu/Mint)

Nachdem ich vor ein paar Tagen auf LVM und einen Update Fehler eingegangen bin, möchte ich heute kurz zeigen, wie eine Volume Group umbenannt werden kann.

Unter Ubuntu/Mint ist das an sich nur ein Befehl, allerdings sollten noch weitere Dateien angepasst werden, da es sonst zu Problemen kommt.

fstab

LVM - Volume Group umbenennen

Informationen zur vorhandenen Volume Group anzeigen

sudo vgdisplay

 

Volume Group umbenennen

sudo vgrename Ubuntu16 ubuntu

  Volume group "Ubuntu16" successfully renamed to "ubuntu"

 

File system table editieren und Name anpassen

sudo  nano /etc/fstab

# <file system> <mount point>   <type>  <options>       <dump>  <pass>

/dev/mapper/ubuntu-root /               ext4    errors=remount-ro 0   1

/dev/mapper/ubuntu-tmp  /tmp            ext4    errors=remount-ro 0   1

/dev/mapper/ubuntu-var  /var            ext4    errors=remount-ro 0   1

 

Initramfs anpassen, ebenfalls hier den neuen Namen einfügen

sudo nano /etc/initramfs-tools/conf.d/resume

 

Danach muss noch der Grand Unified Bootloader GRUB angepasst werden

sudo nano /boot/grub/grub.cfg

 

Ab Ubuntu 18.04 gilt es einen weitereren Eintrag zu editieren

sudo nano /boot/grub/menu.lst

 

Nun muss noch das initial ram filesystem neu gebaut werden

sudo  update-initramfs -u -k all

 

Mögliche Fehlermeldung

update-initramfs: Generating /boot/initrd.img-5.4.0-52-generic

cryptsetup: ERROR: Couldn't resolve device

Solltet ihr cryptsetup nicht verwenden, dann könnt ihr diesen Fehler ignorieren oder auch gleich deinstallieren

sudo apt-get remove cryptsetup

Alles auf einmal

Hier nochmal alle Schritte zusammengestellt. Der Einfachheit halber, können Änderungen mit sed gemacht werden

#!/bin/bash

altevolumegroup="ubuntu16"
neuevolumegroup="ubuntu"

vgrename ${altevolumegroup} ${neuevolumegroup}
sed -i "s/${altevolumegroup}/${neuevolumegroup}/g" /etc/fstab
sed -i "s/${altevolumegroup}/${neuevolumegroup}/g" /boot/grub/grub.cfg
sed -i "s/${altevolumegroup}/${neuevolumegroup}/g" /boot/grub/menu.lst
sed -i "s/${altevolumegroup}/${neuevolumegroup}/g" /etc/initramfs-tools/conf.d/resume
update-initramfs -c -k all

Anstatt des Namens kann übrigens auch die UUID genommen werden. Allerdings solltet ihr das Script dann so nicht verwenden.

vgrename Zvlifi-Ep3t-e0Ng-U44h-o0ye-KHu1-nl7Ns4 ubuntu

 

Kali Linux Tools unter Ubuntu 16.04 LTS , 18.04 LTS nutzen

Um Kali Linux Tools nutzen zu können muss nicht zwingend eine Kali Linux Installation vorliegen.
Das Python Script Katoolin erlaubt es die ca. 300 Kali Anwendungen unter Debian basierten Distributionen zu verwenden.

Kali Linux Tools unter Ubuntu mit Katoolin

Die Installation ist denkbar einfach. Die Verwendung der Tools ist analog zu Kali Linux.

apt-get install git python

git clone https://github.com/LionSec/katoolin.git && cp katoolin/katoolin.py /usr/bin/katoolin

chmod +x  /usr/bin/katoolin

sudo katoolin

Danach stehen euch über ein Textmenü verschiedene Installation zur Verfügung. Hier können entweder alle Tools installiert oder einzelne herausgepickt werden.

katoolin
Hier am Beispiel aircrack-ng:

katoolin-aircrackngUm bei der Navigation wieder in das Hauptmenü zu gelangen muss "back" eingegeben werden. Beenden lässt sich Katoolin mit Strg+C.

Nutzer von Desktopsystemen können unter Punkt 4. ebenfalls ein extra Menü für die Toolsammlung installieren.


Fazit

Durch Katoolin wird die Installation vieler Tools stark vereinfacht, zusätzlich bleibt dem Nutzer das Aufsetzen einer anderen Distribution erspart.

 

Distrotest.net – über 200 Linux Versionen online testen

Linux Distributionen gibt es bekanntlich einige und die Auswahl welche Version nun die richtige für die aktuellen Anforderungen oder den eigenen Geschmack sein soll, fällt durchaus mal schwer.

Normalerweise würde für einen ersten Test ein VMware oder Virtualbox Image heruntergeladen, das gewünschte System installiert und fertig ist das Testsystem.

Doch dies nimmt Zeit in Anspruch und es müssen Images heruntergeladen werden.

DistroTest.netDiesen Vorgang wollen die Jungs von Distrotest.net vereinfachen.

Distrotest.net

ist ein Service der momentan 753 Versionen von 234 verschiedenen Betriebssystemen online anbietet. (komplette Liste)

Das Prinzip ist mehr als simpel. Gewünschtes System aussuchen, in eine Warteschlange einreihen und los geht es mit dem Online Linux Test. Möglich macht dies eine Mischung aus Debian und QEMU.

Allerdings gibt es teilweise starke Perfomanceunterschiede bei den einzelnen Systemen.

Ein Alpine ist in wenigen Sekunden verfügbar, ein Elementary OS lädt sich quasi tot, ein OpenSUSE andererseits funktioniert wieder recht flüssig.

DistroTest.net-suse

Die einzelnen Systeme werden über ein intergrierten noVNC Viewer angesteuert. Es kann allerdings auch auf eigene Clients zurückgergriffen werden. Die benötigten Logindaten sind auf der Webseite gelistet.

Da die Images in einem extra Fenster starten, sollten Popup Blocker deaktiviert werden.

Auch die Laufzeit ist begrenzt, kann aber individuell verlängert werden,wenn gewünscht.

Fazit

Ein Service der diese Masse an Linux/Unix Systemen online zur Verfügung stellt ist ohne Zweifel aller Ehren wert.

Allerdings hat der Service, wie oben bereits erwähnt, durchaus seine Schwankungen. Es kann vorkommen, dass der Server überlastet ist und eine lange Wartezeit in Kauf genommen werden muss.

Das Laden der Images dauert ebenfalls manchmal seine Zeit und stellt sich je nach Distribution als quälend langsam heraus. Hier ist noch Luft nach oben. (Es darf gespendet werden)

Distrotest richtet sich an Interessierte, welche mal einen Blick auf das bunte Linux Universum richten möchten, ohne sich mit der Installation und virtuellen Images auseinandersetzen zu müssen.

Distrotest.net

 

Raspberry Pi - Raspbian Update auf Buster und Kioskmodus mit Chrome anpassen

Nicht nur ein neuer Raspberry Pi 4 hat vor kurzem das Licht der Welt erblickt, auch die bekannte Distribution Raspbian, welche auf den Minirechnern gerne läuft, wurde auf Debian Buster umgestellt.

Das neue Betriebssystem hat ein neues Theme erhalten und die üblichen Softwareaktualisierungen.
Nicht mehr dabei ist der Legacy Grafiktreiber Stack, dafür wurde auf Mesa V3 Treiber umgeschwenkt.
Ein Update auf die neue Version ist schnell gemacht, aber auch mir Vorsicht zu genießen, es wird eine Neuinstallation empfohlen.

raspberrypi


Update auf Raspbian (Buster)

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get dist-upgrade
sudo sed -i 's/stretch/buster/g' /etc/apt/sources.list
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get dist-upgrade

Ich empfehle dringend ein Backup der wichtigen Daten zu ziehen.
Nach einem Testupdate konnte ich das System zwar noch booten, hatte außer einem Mauszeiger kein Bild. SSH funktionierte. Ich habe es allerdings nicht weiterverfolgt, da ich die Anzeigeneinstellungen händisch gesetzt hatte.

Da Debian Buster Tools mitbringt, welche nicht unterstützt werden, könnt ihr diese wieder deinstallieren.

sudo apt purge timidity lxmusic gnome-disk-utility deluge-gtk evince wicd wicd-gtk clipit usermode gucharmap gnome-system-tools pavucontrol


Kioskmodus unter Raspbian 

Was nach dem Update schnell klar war. Der Kiosk Modus mit Chromium ist defekt und muss repariert werden. Das geht allerdings schnell, denn es haben sich nur Pfade geändert.

Anders als noch bei den alten Raspbian Systemen ist das Verzeichnis /home/pi/.config/lxsession/LXDE-pi/autostart des Pi Nutzers nicht mehr vorhanden.
Alternativ kann einfach die globale Konfiguration unter /etc/xdg/lxsession/LXDE-pi/autostart angepasst werden, um den Vollbildmodus von Chromium 74 automatisch zu starten.

sudo nano /etc/xdg/lxsession/LXDE-pi/autostart

@lxpanel --profile LXDE-pi
@pcmanfm --desktop --profile LXDE-pi
# Bildschirmschoner deaktivieren
#@xscreensaver -no-splash
@point-rpi

@xset s off
@xset -dpms
@xset s noblank
#Autostart Chromium Vollbild-Kiosk
@chromium-browser --noerrordialogs --incognito --kiosk https://kiosk.itrig.de