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Debian 8 Administrator Handbuch mit Systemd und AppArmor

Das Release des Debian Administrator Handbuchs war zwar schon vor einem Monat, soll hier aber nicht unerwähnt bleiben.

Das übersichtliche Nachschlagewerk von Raphaël Hertzog und Roland Mas bringt in der aktualisierten Version 8 Jessie zwei neue Kapitel mit.
Zum einen wird in Kapitel 9 nun neben dem klassischen System V init System auch auf systemd eingegangen, zum anderen hat mit AppArmor das Mandatory Access Control System unter Kapitel 14 einen Platz erhalten.

Debian-Handbuch

Das Handbuch kann auf deutsch oder englisch online eingesehen werden. Es steht aber ebenso als PDF oder Epub zum Download bereit.

Das Buch ist sowohl an Debian Anfänger als auch an Erfahrene gerichtet, aber auch für debian basierte Systeme wie Ubuntu, Mint oder ElementaryOS geeignet.

Die Sammlung bietet für jeden etwas, da sie auf alle wichtigen Punkte eines umfangreichen Debian Servers wie beispielsweise Installation, Paketverwaltung oder Einrichtung von Netzwerk, LVM, DHCP/DNS, Apache, Postfix, LDAP eingeht.

Debian Handbuch


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Wireshark 2.x und Nmap 7.x unter Ubuntu, Linux Mint oder Elementary OS installieren

Das Netzwerkanalyse Tool Wireshark hat eine großes Update erhalten und ist bei Version 2.x angelangt. Der Changelog ist dementsprechend riesig. Am offensichtlichsten ist die komplett überarbeitete Oberfläche, welche die Usability etwas verbessern dürfte.

wireshark

Wireshark 2 Installation unter Ubuntu, Mint und Elementary OS

Es stehen bereits Installationspakete für Windows und Co zur Verfügung. Für Debian Installationen bietet das offizielle Wireshark Repository allerdings noch eine alte Version an. Um die Wartezeit etwas zu verkürzen, kann die aktuellste Wireshark Version 2.x auch über andere PPAs installiert werden.

sudo add-apt-repository ppa:dreibh/ppa

oder alternativ

sudo add-apt-repository ppa:nicola-onorata/desktop

sudo apt-get update

sudo apt-get install wireshark

Prüfen der installierten Version  mit "wireshark --version".

Alternativ kann die Installation auch manuell vollzogen werden.

wget --no-check-certificate https://1.na.dl.wireshark.org/src/wireshark-2.0.0.tar.bz2

bzip2 -cd wireshark-2.0.0.tar.bz2 | tar xvf -

cd wireshark-2.0.0

./configure

sollte der Fehler "GTK+ 3 is not available" auftauchen, einfach das GTK anpassen

./configure --with-gtk2

oder aber das fehlende Paket installieren sudo apt-get install libgtk-3-dev

make

sudo make install

 

Natürlich ist der Netzwerk Sniffer auch auf anderen Systemen lauffähig. Weitere Installationspakete lassen sich auf der Downloadseite finden.

wireshark download


Nmap 7 Installation unter Debian Systemen

Nicht nur Wireshark wurde in einer neuen Version veröffentlicht, auch der Security Scanner Nmap ist nach langer Entwicklungszeit aktualisiert worden.

nmap

Die Version 7 bringt 171 neue Scripte, sowie 20 Bibliotheken für die Nmap Scripting Engine mit. Auch die IPv6 Unterstützung wurde verbessert. (Release Notes)

Ubuntu Repositories bringen eine ältere Version des Sicherheitsscanner mit, die aktuellste lässt sich leicht manuell installieren.

wget https://nmap.org/dist/nmap-7.00.tar.bz2

bzip2 -cd nmap-7.00.tar.bz2 | tar xvf -

cd nmap-7.00

./configure

make

sudo make install

Auch hier kann mit "nmap --version" die Gegenkontrolle auf die installierte Version gemacht werden.

Alternativ kann auch ein RPM Paket heruntergeladen und in ein Debian Paket umgewandelt werden. Mit dem Tool Alien ist dies schnell erledigt.

wget https://nmap.org/dist/nmap-7.00-1.x86_64.rpm

sudo alien nmap-7.00-1.x86_64.rpm

nmap_7.00-2_amd64.deb generated

sudo dpkg -i nmap_7.00-2_amd64.deb

Elementary OS Freya 0.3.1 - Update für das Beauty Linux

Gerade einmal drei Monate ist es her, seit das Schmuckstück Freya 0.3 veröffentlicht wurde. Ich hatte damals ein paar Tipps und Tricks dazu veröffentlicht.

Elementary OS Freya 0.3.1 - Schöner, schneller, besser

Nun wurde mit 0.3.1 eine aktualisierte Version bereitgestellt. Das "Betriebssystem fürs Auge" kennt nun 200 Fehler weniger und einige Features mehr.

elemantary-logo

Schon beim ersten Start von Elementary OS wird der Nutzer von einem neuen "Greeter" begrüßt, gemeint ist damit der Login Bildschirm welcher überarbeitet wurden. Dies ist allerdings nur eine der Änderungen, welche die Entwickler hinter Elementary mit mit einem neuen Stylesheet einfließen lassen.
Viele kleine Stolpersteine wurden entfernt und kleine Verbessrungen eingebaut.

So verschwindet die Iconleiste nun bei Fenstern im Vollbildmodus automatisch im Hintergrund (Window Dodge hide mode für Plank) und Fotos lassen sich mit einem Klick auswählen.

Auch am Backend wurde gearbeitet, so wurde das Kernsystem wurde auf Ubuntu 14.0.3 und Kernel 3.19 aktualisiert.

Ebenfalls wurde der neue Midori 0.5.11 Browser integriert, welcher einen platzsparenden Look erhalten hat und einen performanteren AdBlocker.

elementary-os-midori

In den Systemeinstellungen wurden die Spracheinstellungen überarbeitet und übersichtlicher gestaltet. Die Unterstützung für andere Sprachen ist ebenfalls verbessert worden. (Englisch, Französisch, Spanisch, Dänisch, Italienisch, Deutsch, Japanisch und Chinesisch)

Geary, der Elementary OS E-Mail Client, wurde auf Version 0.10 aktualisiert und erlaubt nun Volltextsuche, Wiederherstellung, Mehrere Mailadressen pro Account und mehr.

Fazit

Die neue Version 0.3.1 bringt viele kleine Puzzleteile mit, die das Gesamtkunstwerk Elementary verbessern und auf einen aktuellen Stand bringen. Nutzer die noch auf der alten Version Luna arbeiten wird ein Update nahe gelegt, denn die Entwickler werden das System in Zukunft nicht mehr mit Updates versorgen.

Trotz neuer Sprachunterstützung bleibt der Download des aktuellen ISO Images etwas versteckt. Unter Betrag sollte auf der Download Seite eine Null hinterlegt werden, damit sich das Download Popup kostenfrei entfaltet.

elementary-OS-download

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Praktische Schritte nach der ersten Installation von Elementary OS Freya

Das beliebte Linux Betriebssystem Elementary OS ist nach eineinhalb Jahren in einer neuen Version 0.3 Freya erschienen.


Als Basis dient nun Ubuntu 14.04, ebenfalls ist eine Unterstützung für UEFI mit an Bord. Das Design OS setzt mit neuem Look und dem bewährten Pantheon Desktop wieder voll auf optische Werte, hat aber auch alle Systemprogramme aktualisiert.

Dinge die nach der ersten Installation von Elementary OS gemacht werden sollten

Ich hatte mich schon 2013 mit dem Vorgänger auseinander gesetzt und sinnvolle Schritte nach der Installation beschrieben, dies will ich für Version 0.3 Freya ebenfalls tun.

ElementaryOS-Freya

Elementary OS System aktualisieren

Zunächst sollte das System auf einen aktuellen Stand gebracht werden.

sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade

Elementary OS Freya Tweaks installieren

Falls das schon recht gut dastehende Elementary OS 0.3 Freya weiter modifiziert werden soll, sind sogenannte Elementary Tweaks nötig.
Damit lässt sich beispielsweise die Docking Leiste oder der Application Launcher (Slingshot) leicht bearbeiten, Aber auch für den Iconwechsel oder den Themewechsel sind diese sinnvoll.

sudo add-apt-repository ppa:mpstark/elementary-tweaks-daily
sudo apt-get update
sudo apt-get install elementary-tweaks

ElementaryOS-Tweaks

Elementary OS Freya Themes für Firefox, Chrome und Thunderbird installieren

Bekannterweise liefert ElementaryOS einen eigenen Browser namens Midori aus. Wer dennoch auf anderen Browser zurückgreifen möchte, aber den einheitlichen Look nicht zerstören will, der kann sich passende Browser Themes installieren:

Installation Firefox

Installation Chrome

Die besten Neuerungen von Elementary OS Freya

Hier eine kurze Übersicht interessanter Neuerungen von Elementary OS. Dies sind längst nicht alle, aber durchaus praktisch.

Terminal Suche verwenden
Anders als andere Distributionen bietet Freya eine praktische Terminalsuche. Die Suche wird bei jeder Terminalsitzung oben Rechts eingeblendet (siehe Screenshot)

Arbeitsflächenübersicht
Ebenfalls neu ist die Arbeitsflächenübersicht, welche ein eigenes Icon auf der Docking Leiste erhalten hat.

Warnung bei der Verwendung von sudo via copy & paste
Wird ein Befehl der Administratorrechte benötigt aus dem Internet in ein Terminal kopiert, erscheint eine Warnmeldung.

ElementaryOS-Freya-sudo

Icons von Drittanbietern installieren

Weitere Möglichkeiten des Desktop Tunings bieten Icons Sets von Drittanbietern.

sudo apt-add-repository ppa:bmeznarsic/icon-themes -y
sudo apt-get update
sudo apt-get install -y elementary-elfaenza-icons elementary-emod-icons elementary-enumix-utouch-icons \
elementary-nitrux-icons elementary-taprevival-icons elementary-thirdparty-icons

Andere Drittanbieter Themes/Icons wie Mokka oder Numix installieren

Eine weitere Möglichkeit, das Aussehen des Systems zu verbessern bieten die Projekte Numix oder Mokka.

sudo add-apt-repository ppa:numix/ppa
sudo add-apt-repository ppa:moka/stable
sudo apt-get update

sudo apt-get install faba-icon-theme moka-icon-theme

oder

sudo apt-get install numix-icon-theme-circle

Nach der Installation dieser Drittanbieter muss via Systemeinstellungen --> Tweaks auf das neue Symbolschema umgestellt werden.

Twitter Client Birdie auf Elementary OS installieren

Ein gutausehender Twitter Client, der sich optimal in die Freya Oberfläche einfügt, ist Birdie.

sudo add-apt-repository ppa:birdie-team/stable
sudo apt-get update
sudo apt-get install birdie

ElementaryOS-Freya-Birdie

Programme wie GIMP oder VLC installieren

Für Medienwiedergabe bzw. Bildbearbeitung dürfen diese zwei Programme auf keinem System fehlen.

sudo add-apt-repository ppa:otto-kesselgulasch/gimp
sudo apt-get update
sudo apt-get install gimp
sudo apt-get install gimp-gmic

sudo add-apt-repository ppa:videolan/stable-daily
sudo apt-get update && sudo apt-get install vlc

Sicherheit & Privatsphäre

Elementary OS 0.3 bietet unter Systemeinstellungen --> Sicherheit und Datenschutz einen einfachen Zugriff auf Sicherheitseinstellungen.
Hier lässt sich pauschal in einen Datenschutzmodus schalten, in dem keine Anwenderdaten gespeichert werden. 
Es können aber genauso einzelne Programme von der Sammelleidenschaft befreit werden. (Dies würde ich an dieser Stelle auch für das ein oder andere Programm empfehlen.)
Ein weiteres sinnvolles Feature in diesem Bereich, ist eine Oberfläche für die integrierte Firewall. Hier lassen sich die Sicherheitseinstellungen weiter verfeinern.

ElementaryOS-Freya-Firewall

System bereinigen

Letztendlich kann nach all den Installationen noch das System bereinigt werden.

sudo apt-get autoremove && sudo apt-get -y autoclean

Interessante Links

Android Studio in Ubuntu 14.04 oder Elementary OS installieren

Android Apps lassen sich auf diverse Arten programmieren. Viele nutzten in der Vergangenheit Eclipse bzw. das Android SDK zur Anwendungsentwicklung. 

Seit einiger Zeit bietet Google mit Android Studio eine Alternativumgebung an. Diese ist zwar noch in einer frühen Entwicklungsphase (0.8.0) läuft dennoch schon stabil und kann für die App Entwicklung gut verwendet werden. Die Plattform lässt sich  auf Windows und Ubuntu installieren und setzt die Installation von Java voraus.

android-studio

Android Studio in Ubuntu installieren

sudo add-apt-repository ppa:paolorotolo/android-studio

sudo apt-get update

sudo apt-get install android-studio

Aktuelle Versionen können jederzeit über das Programm selbst geladen werden. Siehe Screenshot. 

Oracle Java 7 installieren

Das Android Studio setzt Java voraus. Dieses muss mindestens Version 7 haben. Google empfiehlt Oracle Java aus Performance und UI Gründen. Das Programm funktioniert jedoch auch mit der Alternative OpenJDK.

sudo add-apt-repository ppa:webupd8team/java

sudo apt-get update

sudo apt-get install oracle-java7-installer

OpenJDK 7 installieren

sudo apt-get install openjdk-7-jdk openjdk-7-source openjdk-7-jre-headless openjdk-7-jre-lib icedtea-7-plugin

Java Version wechseln

Ist bereits eine alte Java Version installiert, muss dem System mitgeteilt werden, dass eine neuere vorhanden ist, sonst startet Android Studio nicht und bringt eine Fehlermeldung.

java-error-android-studio

Zunächst wird geprüft welche Versionen auf dem System installiert sind, um dann auf eine aktuelle zu wechseln. 

sudo update-java-alternatives -l

java-1.6.0-openjdk-amd64 1061 /usr/lib/jvm/java-1.6.0-openjdk-amd64

java-1.7.0-openjdk-amd64 1051 /usr/lib/jvm/java-1.7.0-openjdk-amd64

sudo update-java-alternatives -s java-1.7.0-openjdk-amd64

oder eben für Oracle

sudo update-java-alternatives -s java-7-oracle