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Tipps und Tricks zu Dells OpenManage Server Administrator - OSMA unter Ubuntu

Dell liefert zu seinen Servern eine Systemverwaltungslösung namens OpenManage Server Administrator mit. Diese erlaubt die lokale und externe Verwaltung der vorhandenen Server. Lokal findet dies über eine Oberfläche oder die Konsole (CLI) statt oder im Netzwerk zum Beispiel über SNMP. In letzter Zeit kommt es immer wieder zu Problemen bei der Installation, dem Einspielen von Updates oder im laufenden Betrieb.

Ich will heute mit ein paar Tipps Probleme unter Linux samt Lösungen ansprechen.

Update Fehler OMSA 7.2 - Aufruf von stat für /opt/dell/srvadmin/etc/openmanage/wwwroot/oem/data/ini/*ini nicht möglich

Typischer Fehler der beim Update von alten Versionen des OpenManage Server Administrator auftreten kann. Hier stimmt einfach die Zuteilung nicht mehr. Der Fehler lässt sich recht schnell beheben.

srvadmin-error

srvadmin-omcommon-7.2.0-4.459.1.el5.i386.rpm
Running rpm_check_debug
Running Transaction Test
Finished Transaction Test
Transaction Test Succeeded
Running Transaction
cp: Aufruf von stat für â/opt/dell/srvadmin/etc/openmanage/wwwroot/oem/data/ini/*iniâ nicht möglich: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden
Error in PREIN scriptlet in rpm package srvadmin-omcommon-7.2.0-4.459.1.el5.i386
error: %pre(srvadmin-omcommon-7.2.0-4.459.1.el5.i386) scriptlet failed, exit status 1
error: install: %pre scriptlet failed (2), skipping srvadmin-omcommon-7.2.0-4.459.1.el5
Failed: srvadmin-omcommon.i386 0:7.2.0-4.459.1.el5
Complete!

Lösung

Ein paar Befehle über die Konsole schaffen Abhilfe
  • touch /opt/dell/srvadmin/etc/openmanage/wwwroot/oem/data/ini/delete-this.ini
  • yum update
  • rm /opt/dell/srvadmin/etc/openmanage/wwwroot/oem/data/ini/delete-this.ini
  • rm /opt/dell/srvadmin/etc/openmanage/wwwroot/oem/data/ini/dell/delete-this.ini 




Die Open Manage Oberfläche lässt sich nur als SuperUser aufrufen,wo ändere ich die Zugriffsrechte?

Die Rechte für den Oberflächenzugriff werden standardmäßig unter "/opt/dell/srvadmin/etc/omarolemap" gesetzt. Die Datei dort kann zum Beispiel folgendermaßen aussehen

  • # Following are the default entries specified to enable users with OS level privileges in OMSA 
  • # Der Benutzer root hat Administrator Rechte
    • root Administrator
  • # Die Gruppe "user" hat als als "PowerUser" Zugriff
    • +user Poweruser
  • # alle dürfen mit "user" Rechten zugreifen.
    • user

Sollten die gesetzten Rechte trotz der Einstellungen nicht greifen, liegt das an den Dateiberechtigungen von omarolemap, diese sollten wie folgt aussehen:

  • chmod 640 /opt/dell/srvadmin/etc/omarolemap 

Danach sollte der Login als Admin möglich sein.

dell-omsa

Weitere Tipps zu OSMA Problemen unter Ubuntu, sind hier zu finden.

Ubuntu 12.04 - Hostname, IP Adresse und DNS Server eines Linuxsystems über die Konsole ändern

Hin und wieder kommt es vor, das bei Ubuntusystemen der Hostname bzw. die IP geändert werden muss. Dieser Vorgang ist über die Konsole schnell durchgeführt:

Hostname ändern

sudo nano /etc/hostname

sudo nano /etc/hosts

sudo hostname -F /etc/hostname


Hostname in Postfix anpassen

Sollte Postfix installiert sein muss auch dort der Hostname angepasst werden

sudo nano /etc/postfic/main.cf

myhostname = hostname
mydestination = hostname

sudo nano /etc/mailname

sudo service postfix restart

IP Adresse ändern

sudo nano /etc/network/interface

auto eth0
iface eth0 inet static
address 192.168.0.2
netmask 255.255.255.0
network 192.168.0.0
broadcast 192.168.255.255
gateway 192.168.0.1

sudo /etc/init.d/networking restart

DNS Server ändern

sudo nano /etc/resolv.conf

nameserver 192.168.0.101
nameserver 192.168.0.102

Für einen Hostname Look Up kann zusätzlich noch die Domäne angegeben werden

search domain.de

LVM Partitionen in Ubuntu, Linux Mint und der Konsole erstellen,vergrößern oder verkleinern - Eine Anleitung

Die Wikipedia schreibt zu LVM: „Der Logical Volume Manager (LVM) ist eine hauptsächlich im Unix- und Linux-Umfeld verbreitete Abstraktionsebene zwischen Festplatten, Partitionen und Dateisystemen. Durch den LVM ist es möglich, dynamisch veränderbare Partitionen (Logical Volumes, kurz LV) zu bilden, die sich auch über mehrere Festplatten hinweg erstrecken können. Die Größe dieser virtuellen Datenträger lässt sich auch nach dem Anlegen eines Dateisystems noch ändern, selbst wenn schon Daten darin gespeichert wurden."

Es handelt sich somit schlicht um eine Festplattenpartitionierung, diese kann unter Ubuntu oder Mint mit Hilfe einer grafischen Oberfläche oder in der Konsole erstellt werden. Zunächst etwas zum Aufbau des Systems:

Allgemeine Aufteilung innerhalb eines LVM

  • Physical Volume (PV): /dev/sda (Eine oder mehrere Festplatten)
  • Volume Group (VG): Dynamische Zusammenfassung dieser Festplatten zu einem Pool bzw. Gruppe. Das heißt eine Volume Group kann sich auch über mehrere Festplatten erstrecken.
  • Logical Volume (LV): Logische Laufwerke innerhalb dieser Gruppe (unter Windows bekannt als C:\ oder D:\)

lvm-aufbau

LVM automatisch erstellen

Um alles automatisch zu erstellen ist kein großer Aufwand nötig. Man wählt einfach während der Installationsroutine die geführte Partitionierung für die gesamte Festplatte mit LVM aus und Ubuntu erledigt den Rest.

Partitionen unter Ubuntu Server oder Desktop

Optimalerweise richtet man mehrere Partitionen, je nach System ein:

Desktop

  • Boot Partition (200-300MB)
  • Als LVM
    • Root Partition (Hier liegen die Programme und Anwendungen)
      • Dateisystem: ext4
      • Mountpoint /
      • Größe 4GB
    • Swap (virtueller Speicher)
      • Mountpoint swap
      • Größe: doppelt so groß wie der RAM
    • Home Partition (Dort liegen die „Eigenen Dateien“.Bei vielen Bilder, Musik oder Filmen sollte diese Partition sehr groß gewählt werden
      • Dateisystem: ext4
      • Mountpoint /home
      • Größe: So groß wie möglich (10-1000GB)

Server

  • Boot Partition (200-300MB)
  • Als LVM
    • Root Partition (Hier liegen die Programme und Anwendungen)
      • Mountpoint / Größe 4GB
    • User Partition (Programme und Einstellungen der Anwender bzw. Anwendungen)
      • Mountpoint /usr
      • Größe 4GB
    • Various Partition (enthält Hilfs- oder Protokoll-Dateien)
      • Mountpoint /var
      • Größe 4-6GB
    • Swap (virtueller Speicher)
      • Mountpoint swap
      • Größe: doppelt so groß wie der RAM
    • Data Partition (Dort liegen die wichtigen Daten, Apache, usw.)
      • Mountpoint /data
      • Größe: So groß wie möglich (10-1000GB) 

LVM Partitionen unter Ubuntu oder Mint von Hand erstellen

1. Um eine Partitionierung von Hand vorzunehmen, muss von der vorhandenen Festplatte eine primäre /boot Partition am Anfang erstellt werden. Diese sollte nicht größer als 300MB sein. Hier ein Beispiel aus Linux Mint.

mint-laufwerke

2.Danach kann der Rest der Festplatte mit dem Logical Volume Manager unterteilt werden. Dazu wählt man beispielsweise unter Ubuntu „Configure the Logical Volume Manager“ aus.

lvm-ubuntu

3. Jetzt muss, wie der Unterteilung oben zu entnehmen ist, erst eine Volume Group erstellt werden ("Create Volume Group"). Wir nennen die VG „Gruppe1“ und teilen ihr „/dev/sda1“ (free space) zu.

4. Nun kann mit der Erstellung der einzelnen logischen Partitionen fortgefahren werden (siehe Partitionen unter Ubuntu Server und Desktop). Dazu wählt man im gleichen Menü "Create logical Volume“ aus und gibt den Namen und die Größe der Partition an. Es werden auf jeden Fall die root, swap und data bzw. home Partition benötigt. Hat man alle Partitionen eingerichtet, geht man auf „Finish“ und fährt mit dem nächsten Schritt fort.

mountpoint-ubuntu

5. Unter Linux ist es so, dass wir den logischen Laufwerken noch das Dateisystem (aktuell ist ext4) und sogenannte Mountpoints zuweisen müssen.

  • /root
  • /swap
  • /home bzw. /data
  • /var
  • /usr

mountpoint2-ubuntu


6. Ist jede Partition eingerichtet, erhaltet ihr einen Überblick, der ungefähr wie folgt aussehen sollte. Sobald ihr die Konfiguration bestätigt, wird Ubuntu in euer eigens erstellten Partitionen installiert.

partitionen-ubuntu

LVM Partitionen über die Konsole erstellen

Natürlich kann mit dem LVM auch über die Konsole gearbeitet werden. Wer also die grafische Oberfläche scheut kann folgendermaßen vorgehen.

Das LVM System kommt mit Linux, kennt jedoch die verbauten Festplatten nicht, darum müssen diese dem System bekannt gemacht werden. Zuerst sollten die vorhanden Platten ausgelesen werden, um sie dann in den Logical Volume Manager einzulesen. Der ganze Prozess ist mit ein paar Befehlen recht schnell erledigt.

  • Auslesen der eingebauten Platten
    • "df –h"
  • Erstellt die Physical Volumes im LVM
    • "pvcreate /dev/sda /dev/sdb"
  • Erstellt eine Volume Group "Gruppe1" aus den eingelesenen Festplatten
    • "vgcreate Gruppe1 /dev/sda /dev/sdb"
  • Erstellt aus der VG "Gruppe1" das logische Laufwerk "data" mit 30GB Speicher
    • "lvcreate -n data -L 30G Gruppe1"
  • Das Laufwerk ist nun unter /dev/Gruppe1/data/ zu finden
  • Logische Laufwerk "data" formatieren
    • "mkfs.ext4 /dev/Gruppe1/data"
  • Das Laufwerk unter "data" mounten
    • "mount /dev/Gruppe1/data /mnt/data"

LVM Partition über die Konsole vergrößern

Sollte es je vorkommen, das die angelegte Partition zu klein wird. Kann diese in wenigen Schritten über die Konsole erweitert werden.

  • Überprüfen ob Speicherplatz auf der Volume Group vorhanden ist (Unter Free PE / Size sind die Werte zu finden)
    • "vgdisplay Gruppe1"
  • Ist das nicht der Fall, muss die neue Festplatte/Partition erst der VG "Gruppe1" hinzugefügt werden
    • "vgextend Gruppe1 /dev/sda2"
  • Danach das Logische Laufwerk um 20GB vergrößern
    • "lvextend –L +20G /dev/Gruppe1/data"
  • Nun ist das Device vergrößert und das Dateisystem (ext3 oder ext4) muss ebenfalls vergrößert werden.
    • "resize2fs /dev/Gruppe1/data"
  • Alternativ kann das Laufwerk auch auf 10GB verkleinert werden
    • "unmount /dev/Gruppe1/data"
    • "resize2fs –s -10G /dev/Gruppe1/data"
    • "lvreduce –L 10G /dev/Gruppe1/data"

Die wichtigsten LVM Konsolenbefehle für Physical Volumes, Volume Groups und Logical Volumes

Als letzter Punkt noch einmal ein paar der wichtigsten Befehle im Überblick

  • pvcreate - Erstellen eines physikalischen Volumes
  • pvdisplay - Anzeigen der physikalischen Volumes
  • pvs - Anzeigen von Statistiken über physikalische Volumens
  • pvscan - Festplatten nach physikalischen Volumens durchsuchen
  • pvresize - verändern der Größe eines PV
  • pvmove - verschieben von PVs

  • vgcreate - Erstellen einer Volume Group
  • vgdisplay - Anzeigen von Volume Groups
  • vgs - Anzeigen von Statistiken über die vorhandenen Volume Groups
  • vgscan - Festplatten nach Volume Groups durchsuchen
  • vgck - Überprüfen einer Volume Group
  • vgrename - umbenennen einer Volume Group
  • vgextend - Vergrößern einer Volume Group
  • vgreduce - Verkleinern der Volume Group

  • lvcreate - Erstellen von logischen Laufwerken
  • lvdisplay - Anzeigen der logischen Laufwerken
  • lvs - Anzeigen der Statistiken über die logischen Laufwerken
  • lvscan - Suchen nach logischen Laufwerken im System
  • lvrename - Umbenennen von logischen Laufwerken
  • lvextend - Vergrößern von logischen Laufwerken
  • lvreduce - Verkleinern von logischen Laufwerken
  • lvresize - Größe von logischen Laufwerken anpassen
Kategorien: Linux
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