Geschrieben von Guenny
Viele Windows Nutzer werden den Befehl "chkdsk" kennen, dieser hat schon vielen aus der Patsche geholfen, sei es bei defekten Sektoren oder anderen Problemen der Festplatte. Genauer gesagt repariert das Kommandozeilenprogramm "checkdisk" nicht die Festplatte, sondern das darauf enthaltene Dateisystem, soweit das möglich ist.
Unter Linux gibt es in diesem Sinne kein checkdisk, sondern ein Pendant namens fsck (File System Check). Bei Linuxsystemen wie Ubuntu, Linux Mint, CentOS, usw. muss zusätzlich zwischen verschiedenen Dateisystemen unterschieden werden, denn jedes Dateisystem benötigt seinen eigenen Befehl. Bei Windows kommt fast nur NTFS zum Einsatz.
Checkdisk unter Windows
Dateisystem prüfen und reparieren, zusätzlich defekte Blöcke aufarbeiten
chkdsk /r /f
Dateisystem unter Linux reparieren
Checkdisk für Reiserfs Systeme
apt-get install reiserfsprogs
umount /dev/device
reiserfschk -f /dev/device
Checkdisk für ext2/ext3/ext4 Systeme
umount /dev/device
e2fsck -f /dev/device
Defekte Blöcke reparieren
umount /dev/device
badblocks -v /dev/device oder e2fsck -c
Superblock reparieren
umount /dev/device
e2fsck -b
Legende
- -f steht für force und erzwingt den Vorgang
- -v steht für verbose und führt zu einem ausführlichen Ausgabe
- -c erwzingt die Ausführung des "badblocks" Befehls
- -b erzwingt das Ausführen von "superblock"
- alle Befehle für e2fsck siehe hier
- alle Befehle zu badblock siehe hier
Windows Partitionen unter Linux reparieren
Unter Linux ist es ebenfalls möglich eine NTFS Partition auf Fehler zu prüfen.
Dazu wird allerdings ntfsfix benötigt, welches in der ntfsprogs Sammlung enthalten ist.
apt-get install ntfsprogs
umount /dev/device
ntfsfix /dev/device
Kommentare
27.05.2017 11:01
Hermann
29.08.2017 08:56
Wolfgang Bauer
29.08.2017 18:58
Guenny
22.02.2021 17:15
por
01.04.2021 23:44
John Doe