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Ubuntu Server 18.04 LTS - Was ist der Unterschied zwischen der „live" und der "alternative" Version?

Mit dem Ubuntu LTS Server 18.04 wurde eine neue Langzeitversion der bekannten Distribution veröffentlicht.

Das Release wurde mit einem neuen Installer mit dem Namen Subiquity versehen und es wurden viele weitere Änderungen und Neuerungen gemacht. Die kompletten Release Notes zum Ubuntu Server 18.04 LTS gibt es hier.

Zusätzlich steht Ubuntu Server nun in einer Live ubuntu-18.04-live-server-amd64.iso und einer alternativen Version ubuntu-18.04-server-amd64.iso zur Verfügung. Der Standarddownload auf der Canonical Seite verweist auf das "live" Image. 

Doch worin unterscheiden sich die Versionen und warum hat man überhaupt zwei Server im Programm?

Der wesentliche Unterschied dieser Servervarianten besteht in den mitgelieferten Paketen und der damit verbundenen Ausrichtung. Wobei die live Variante auf Cloud Installationen ausgerichtet ist und die alternative Variante auf Standard Installationen. 

ubuntu-18.04-live-server-amd64

Die Cloud Variante beinhaltet beispielsweise das Paket cloud-init und den openssh-server. Beide werden mitausgeliefert und sind nach der Installation aktiv.

Das Paket cloud-init ist auf Anbieter wie DigitalOcean, Azure und Co Installationen spezialisiert (siehe Screenshot) , es läuft im Hintergrund und bezieht diverse Systemkonfigurationen über die Cloud.

Diverse Einstellungen lassen sich unter sudo /etc/cloud/cloud.cfg einsehen.

Eine interaktive Konfiguration ist ebenfalls möglich.

sudo dpkg-reconfigure cloud-init

cloud-init

Über cloud-config würden sich theoretisch wichtige Konfigurationen setzen lassen.

Die Notation ist in YAML gehalten, hier ein Beispiel:

 

#cloud-config
users:
  - name: Dr.Cloud
    ssh-authorized-keys:
      - ssh-rsa AAAAxxxxxx
    sudo: ['ALL=(ALL) NOPASSWD:ALL']
    groups: adm
    shell: /bin/bash
    write_files:
  - path: /etc/ssh/sshd_config
    content: |
         Port 22
         Protocol 2
         HostKey /etc/ssh/ssh_host_rsa_key
         HostKey /etc/ssh/ssh_host_ed25519_key
         PermitRootLogin no
         PubkeyAuthentication yes
         KexAlgorithms curve25519-sha256@libssh.org,diffie-hellman-group-exchange-sha256
         …


Zusätzlich werden bei der live Installation noch andere Partitionen angelegt und weitere Änderungen gemacht, welche ich hier nicht im Detail erwähnen möchte.

Wichtig sollte sein, dass Einstellungen wie Hostname oder feste IPs via Cloud Konfiguration gesetzt werden und sich klassisch via hostnamectl  nicht dauerhaft ändern lassen, ohne die Cloudabfrage zu deaktivieren oder anzupassen.

Download

ubuntu-18.04-server-amd64

Die alternative Variante verhält sich etwas anders, sowohl bei der Installation, als auch bei der Konfiguration.

Canonical schreibt dazu:

The next generation Subiquity server installer, brings the comfortable live session and speedy install of Ubuntu Desktop to server users at last.

N.B., If you require LVM, RAID, multipath, vlans, bonds, or the ability to re-using existing partitions, you will want to continue to use the alternate installer which can be downloaded from http://cdimage.ubuntu.com/releases/18.04/release/

Neben klassischem LVM ist im Vergleich zur live Version beim Standardinstaller eine Language Pack language-pack-en vorinstalliert.

Für Fernwartungen muss der SSH Server manuell installiert werden.

Eine Konfiguration des Hostnamens wird auf dem bekannten Weg via hostnamectl  vorgenommen. Wie oben bereits erwähnt, würde die live Version diesen Eintrag wieder überschreiben.

Allerdings hat sich durch netplan die IP Konfiguration ebenfalls geändert und ist nun unter /etc/netplan/01-netcfg.yaml zu finden und wie der Name erkennen lässt, im YAML Format gehalten.

logo-ubuntuDownload

Fazit

Für eine normale Serverinstallation ist die Standardvariante ausreichend, denn das cloud-init Paket und einen SSH Server sollte jeder im Bedarfsfall selbst nachinstallieren können. 

Durch gängige Automatisierung bietet sich ein Cloud Initialisierung natürlich ebenfalls an, sollte die Infrastruktur dafür schon vorhanden sein.

Es ist mir allerdings ein Rätsel, warum Canonical dies auf der Downloadseite nicht klar unterscheidet und nur kurz im Text erwähnt, anstatt gleich zwei Downloadvarianten anzubieten. So werden sich die meisten erst einmal die gepushte Cloudvariante laden, um sich danach noch einmal zu belesen bzw. das cloud-init Paket wieder entfernen oder eine andere Variante laden.
Sicher gut als Lerneffekt, aber wenig zielführend.

Outbreaks - weltweit Krankheitsausbrüche live verfolgen

Die laut Medien so gefährliche Ebola Epidemie schein gerade abzuflachen. In Europa ist sie sowieso nie angekommen. Dafür macht sich in unseren Gefilden die erste Grippewelle 2014 breit. Weltweit gibt es ständig Ausbrüche verschiedenster Krankheiten, von Cholera über Salmonellen oder Malaria bis Typhus, ist fast die gesamte Bandbreite vorhanden.

Auf outbreaks.globalincidentmap.com  können diese Krankheitsausbrüche live verfolgt werden. Ähnlich wie in Google Earth erscheinen auf einer Weltkarte diverse Symbole, welche einzelne Krankheitsfälle anzeigen sollen. Durch hineinzoomen in die Karte können weitere Information darüber abgerufen werden. Zusätzlich steht ein Ticker zur Verfügung.

Outbreaks

Dank eines Suchformulars lassen sich Krankheitsfälle, wie beispielsweise H1N1 auf Länder, Städte oder Daten herunterbrechen. Dann mal einen gesunden Restherbst.

Hacks rund um den Globus - Hack Attacken im Live Stream

Die Spiele der diesjährigen Fußball Weltmeisterschaft sind zwar größtenteils kurzweilig, wer aber dennoch etwas mehr Action möchte, der sollte sich die Live Map der Firma Norse anschauen. Die Weltkarte ist im Browser aufrufbar und zeigt das hauseigene Honeypot Netzwerk (IPViking) in Betrieb. 

IPViking-Live

Auf den ersten Blick wirkt das Geschehen wie ein Weltkriegszenario aus einem Computerspiel. Laut Betreiber soll es sich um echte Hacker Daten handeln, welche aus dem besagten Honeypot Netzwerk stammen. Leider ist dies nicht endgültig nachvollziehbar. 

Dem bunten Treiben können Ziele, Angreifer, Protokolle und Weiteres entnommen werden. Zusätzlich sind einzelne Länder anwählbar.

Alles in Allem ein nette Echtzeit Hacker Weltkarte für zwischendurch. via

IPViking Weltkarte der Hackerangriffe

Tweetping - Tweets weltweit in Echtzeit

Könnt ihr euch noch erinnern, vor drei Jahren hatte ich hier mit "A world of tweets" bereits eine Weltkarte, die mehr oder weniger live das weltweite Tweetaufkommen visualisiert. Mit Tweetping gibt es nun eine würdige Alternative in dunkelblau mit Blitzlichtgewitter.

Neben dem Aufsplitten in einzelne Kontinente, wird bei Tweetping sogar der aktuelle Hashtag und die Anzahl der Wörter angezeigt.Umgesetzt wurde das Projekt mit Nodejs, Socket.io, Processing.js und Backbone.js. via

Tweetping

Live Twitter Karte - a world of tweets

Wer sich für das Geschehen auf Twitter interessiert, der ist bei "a world of tweets" genau richtig. Die Seite basiert auf HTML5 und zeigt auf einer Weltkarte wo auf der Welt gerade gezwitschert wird.

world_of_tweets

Die live Karte bietet verschiedene Darstellungsmöglichkeiten. So kann man sich, wie oben zu sehen, das Verkehrsaufkommen als "Heatmap" anzeigen lassen. Zusätzlich kann man auf "Smoky Clouds" umschalten. Wem die Karte nicht zusagt der kann, ähnlich Google Maps, auf Satellitenbild umstellen. Was Maps aber noch nicht kann ist die 3D Ansicht, denn diese wird bei "a world of tweets" unterstützt. Leider konnte ich diese mangels 3D Brille nicht testen.

"Live Twitter Karte - a world of tweets" vollständig lesen