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Installation und Zusatzfunktionen von ownCloud 5.0 auf Ubuntu 12.04 und anderen Linux Systemen

Die Tage wurde ja bekanntlich ownCloud 5.0 veröffentlicht, dabei handelt es sich sozusagen um die OpenSource Variante zu kommerziellen Anbietern wie Dropbox, Skydrive, Google Drive und Co.
Die neue Version bringt viele Neuerungen mit sich und mutiert immer mehr zu Multifunktionswolke, was vor allem den vielen zusätzliche Apps zu verdanken ist. Als angenehmer Nebeneffekt behaltet ihr die Kontrolle über die abgelegten Daten und keine Fremdfirma hat Zugriff (vorausgesetzt ihr verwendet euren eigenen Server/Webspace). Folgende Features werden inzwischen unterstützt:

ownCloud5

Zusatzfunktionen

Dank einzelner Apps sind Zusatzfunktionen integrierbar, damit lässt sich so gut wie jede Funktion hinzufügen.

Hierbei handelt es sich lediglich um eine kleine Auswahl der praktischsten Funktionen. Im App Verzeichnis befinden sich weitere nützliche Anwendungen.

Installation von ownCloud 5.0 unter Ubuntu 12.04 und anderen Linux Versionen

Die Installation unter Linux ist denkbar einfach, da für CentOS, Ubuntu und Co Installationspakete bereitgehalten werden.
Ich will hier kurz auf die Installation unter Ubuntu 12.04 eingehen.

sudo touch  /etc/apt/sources.list.d/owncloud.list
sudo nano  /etc/apt/sources.list.d/owncloud.list
   deb http://download.opensuse.org/repositories/isv:ownCloud:community/xUbuntu_12.10/ /
sudo wget http://download.opensuse.org/repositories/isv:ownCloud:community/xUbuntu_12.10/Release.key
sudo apt-key add - < Release.key
sudo apt-get update
sudo apt-get install owncloud

Sollte danach noch nicht alles installiert sein bzw. funktionieren, fehlen eventuell noch ein paar Abhängigkeiten, diese können hiermit erschlagen werden. Wobei ihr euch zwischen mysql und sqlite entscheiden müsst. Weitere Tipps sind hier zu finden.

apt-get install apache2 php5 php5-gd php-xml-parser php5-intl
apt-get install php5-mysql smbclient curl libcurl3 php5-curl

Danach ist die Oberfläche unter https://127.0.0.1/owncloud/ erreichbar (siehe Screenshot). Dort muss zuerst ein Benutzer eingerichtet werden. Danach kann über das Menü rechts oben das System administriert und zusätzliche Apps nachinstalliert werden.

Probleme bei der Installation auf eigenem Webspace

Wenn die eigene Cloud auf Webspace betrieben wird, kann es zu Problemen mit dem SSL Zertifikat kommen. Für eine Webspaceinstallation ist wahrscheinlich der ownCloud Webinstaller die einfachste Lösung.

  • Webinstaller herunterladen (setup-owncloud.php) und auf den Webspace hochladen
  • http://127.0.0.1/owncloud/setup-owncloud.php aufrufen und den Anweisungen folgen

Solltet ihr Webspace bei all-ink haben, findet ihr hier die Lösung (SSL-Proxy) für das SSL Problem. Bei Goneo kann ownCloud inzwischen sogar per "klickStart" installiert werden.

Allgemein ist es bei Webspace immer etwas schwieriger ownCloud richtig installiert zu bekommen. Für ein paar Euro mehr ist ein vServer gemietet, der auf jeden Fall funktioniert.

Ubuntu 12.04 LTS Precise Pangolin - bessere Unity Oberfläche, weitere Neuerungen und wie mache ich ein Update

Vor wenigen Tagen noch angekündigt, ist sie nun schon da, die neue Ubuntu Version 12.04 mit Langzeitsupport. Die 16. Ubuntu Edition enthält den Kernel 3.2, der langfristig unterstützt werden soll. Neben der neuen Stromspartechnik  RC6 ist die offensichtlichste Änderung wohl die überarbeitete Unity Oberfläche, welche seit 11.04 zum Standard gehört.

HUD - Head Up Display

Die HUD Oberfläche kann mit der ALT Taste aufgerufen werden und soll eine Alternative zum klassischen Menü darstellen. Ähnlich wie im Windows 7 Menü können dort Programme oder die nächsten Schritte eingegeben werden und die Ausgabe präsentiert die besten Lösungen. Der Anwender muss in Zukunft nicht mehr wissen, wo er welchen Menüpunkt findet, per HUD erreicht er diesen zur jeder Zeit auf schnelle Weise. Eine kurze Einführung ist auf YouTube zu finden.

hud-ubuntu

Videolinse

In Precise Pangolin wurde mit "Video Lens" erstmals eine schnelle Videosuche integriert. Diese durchsucht nicht nur die lokale Festplatte nach passenden Treffern, sondern scannt auch YouTube nach passenden Einträgen ab.

video-lens

Neues Softwarecenter

Das neue Softwarecenter bietet nicht nur Zugriff auf tausende freie Anwendungen, die nach Rating oder Downloadanzahl sortiert werden können, sondern integriert nun auch kommerzielle Anwendungen, welche per Paypal bezahlt werden können. Sprachprobleme gehören auch der Vergangenheit an, da die richtige Sprache automatisch gefunden und installiert wird.
Zusätzlich wurde OneConf eingebaut. Das Programm ermöglicht es über Ubuntu One die installierten Apps und Einstellungen zwischen mehreren Ubuntu Installationen zu synchronisieren. Praktische Sache für den Anwender, muss er so nicht jeden Rechner einzeln einrichten und aktuell halten.

Weitere Neuerungen

  • Neuer Standard Musikplayer ist nun Rhythmbox
  • Der Browser wurde auf Firefox 11 aktualisiert
  • Auch Thunderbird 11 ist in neuer Version vorhanden
  • Libre Office 3.5.2.2 ist mit dabei
  • Der Dateimanager Nautilus hat eine neue Quicklist erhalten

Wichtige Änderungen für Admins und Interessierte

  • Die Gruppe "admin" wurde in "adm" umbenannt
  • Das Paket resolvconf verwaltet nun die Datei /etc/resolv.conf, das heißt die dort hinterlegten Einträge werden nach Neustarts oder Installationen überschrieben. Um DNS Einträge zu hinterlegen stehen nun folgende Optionen zur Verfügung.
    • Einträge wie "dns-nameservers", "dns-search" und "dns-domain" direkt im Interface unter "/etc/network/interfaces" oder
    • in /etc/resolvconf/resolv.conf.d/ können nun Dateien wie "base, "head, "original" und tail" hinterlegt werden.
      • base: Wird verwendet, wenn keine anderen Daten gefunden werden
      • head: Wird als Header von resolv.conf verwendet. Damit kann sichergestellt werden, dass ein DNS Server primär verwendet wird
      • original: Ein Backup der resolv.conf zur Installationszeit
      • tail: Eintrag wird am Ende der resolv.conf abgerufen
    •  Alternative Lsg., aber nicht sinnvoll, wäre es die Datei zu sperren mit "sudo chattr +i /etc/resolv.conf"


  • Systeme mit Network Manager (z.B Desktop), verwenden nun "dnsmasq" zur DNS Auflösung, d.h. um die verwendeten DNS Server abzurufen, muss nun anders vorgegangen werden.
    • Die DNS Konfiguration der Datei /run/nm-dns-dnsmasq.conf entnehmen oder
    • das nm-tool verwenden

Von Ubuntu Desktop 11.10 oder Ubuntu 10.04 LTS auf 12.04 aktualisieren

Da viele bereits ein Ubuntu System im Einsatz haben, kommt für diese nur ein Update in Frage. Auf einem Desktop System geht das recht einfach:

  • Mit ALT+F2 die Eingabezeile aufrufen
  • "update-manager -d" eingeben
  • Nun sollte der Update Manager aufgehen und das neue 12.04 Release zum Installieren anzeigen

Ubuntu 11.10 oder 10.4 Server updaten

  • Das "update-manager-core" Paket installieren
  • und mit "sudo do-release-upgrade -d" ausführen

Download Ubuntu 12.04 64Bit