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Update Security Distributionen – Kali Linux mit OpenVAS 9 und Parrot Security 3.6

Nach kurzer Pause möchte ich den Betrieb hier langsam wieder etwas anfahren. Ich hoffe ihr habt die Auszeit nicht bemerkt.

Kali Linux 2017-1 - OpenVAS 9, KLCP und neue Treiber

Durch die Pause hat sich bei den forensischen Distributionen etwas getan. 

So wurde Ende April eine neues Kali Rolling-Release veröffentlicht. Die Entwickler haben einen speziellen WLAN Treiber für RTL8812AU Karten mitgeliefert, welcher Injections erlaubt.

Der Treiber muss jedoch extra installiert werden

apt-get install realtek-rtl88xxau-dkms

Zusätzlich unterstützt Kali nun die Cloud in Form von AWS (Amazon) und Azure (Microsoft) in Verbindung mit CUDA GPU cracking (Details)

Netterweise wurde auch das frische OpenVAS 9 Paket in das Release mit aufgenommen und lässt sich einfach installieren (Ein ausführliche Installationsanleitung für Version 8 hatten wir bei ITrig bereits)

apt-get install openvas

 

Kali_Linux

 

Neben den technischen Neuerungen wurde für Juli ein Buch "Kali Linux Revealed" angekündigt.

Ebenso für Leseratten und Lernwillige wurde die Kalizertifizierung "Kali Linux Professional Certification (KLCP)" vorgestellt.
Weitere Infos sind hier zu finden.

Ein Update auf die neueste Kali Version ist mit einem Dist Upgrade schnell erledigt

apt-get update
apt-get dist-upgrade
reboot

Kali

Parrot Security 3.6

Nach ein paar Monaten Entwicklungszeit wurde ebenfalls eine neue Version 3.6 von Parrot Sec veröffentlicht.

parrot

Hier haben die größten Änderungen unter Haube stattgefunden, um das bestehende System zur verschlanken und die Performance zu verbessern. So wurde hauptsächlich an der Lite und der Studio Version getüftelt.

Schon ein paar Tage länger verfügbar ist Parrot AIR, diese Veröffentlichung ist speziell für drahtlose Geräte ausgelegt, aber bist jetzt nur ein Proof of Concept.

Parrot


Übersicht forensische Distributionen 05/17

 

Name Version Tools Besonderes Basis GUI
Autopsy 4.0 ??? The Sleuth Kit Windows  
BackBox 4.7 70+ eigenes Repo Ubuntu Xfce
BackTrack 5 300+ out of date Ubuntu Gnome
BlackArchLinux 2017-03 1700+ ArchLinux ArchLinux Gnome
CaINE 5 100+ WinUFO Ubuntu Mate
DracOS 2.1 100+ CLI LFS DWM
DEFT Zero 250+ Dart2 Lubuntu 14.04 Lxde
Kali Linux 2017.1 300+ ARM fähig Debian Multi
LionSec 5.0 ???   Ubuntu  
Matriux v3 RC1 300+ out of date Debian Gnome
NST 24 ??? Server integriert Fedora  
NetSecLOS 6.0 50+   OpenSuse Lxde
Paladin 6.0 30+   Ubuntu  
Parrot Security 3.6 700+ Cloud fähig Debian Jessie MATE
Pentoo 2015.0 RC5 ??? 64bit Gentoo Xfce
Ronin   150+ out of date Lubuntu Lxde
Sans SIFT 3.0 20+   Ubuntu  

Sicherheitsupdates - DEFT Zero, Parrot Security und BlackArch Linux mit neuen Versionen

DEFT Zero 2017.01

Nach einiger Zeit gibt es Neuigkeiten von DEFT. Das Digital Evidence & Forensics Toolkit kommt mit der Zero Version in einer etwas schmaleren Variante daher und hat nur eine Größe von 400 MB.

DEFT-Zero

Zero, basierend auf Lubuntu 14.04.02 LTS, kann direkt in den RAM geladen werden oder alternativ im Text oder GUI Modus starten.

Es unterstützt 32-bit und 64-bit Hardware mit Secure Boot und UEFI.

Interessant ist der Support von NVMExpress Speicher und eMMC (MacBook).

Die volle DEFT Version wird weiterhin parallel entwickelt.

Weitere Infos

Download DEFT


BlackArch Linux 2017.03

Die Jungs vom BlackArch Linux haben ebenfalls eine neue Version mit 50 neuen Tools veröffentlicht. Die auf Arch Linux basierende Distribution für Penetration-Tester und diejenigen die es werden wollen hat nun laut eigenen Angaben über 1700 Tools an Bord.

BlackArch-Linux

Das neue Release wurde auf den Kernel 4.9.11 aktualisiert und hat einen verbesserten Installer erhalten.

Download Black Arch


Parrot Security 3.5

Der "Sicherheits-Papagei" wurde auf den Debian Kernel 4.9.13 aktualisiert und hat Gast Support für Virtualbox und VMware erhalten.

Firefox 45 ESR wurde entfernt und durch die fast aktuelle Version 51 ersetzt.

Parrot-Security

Außerdem wurde CUPS integriert, somit beherrscht das Debian System nun auch das Drucken.

Ein Cinnamon Support ist bereits vorhanden, aber noch experimentell und somit mit Vorsicht zu genießen.

Vorhandene Security Tools wurden selbstverständlich ebenfalls aktualisiert.

Der komplette Changelog ist hier zu finden.

Download Parrot


Übersicht forensische Distributionen 03/17

 

Name Version Tools Besonderes Basis GUI
Autopsy 4.0 ??? The Sleuth Kit Windows  
BackBox 4.7 70+ eigenes Repo Ubuntu Xfce
BackTrack 5 300+ out of date Ubuntu Gnome
BlackArchLinux 2017-03 1700+ ArchLinux ArchLinux Gnome
CaINE 5 100+ WinUFO Ubuntu Mate
DracOS 2.1 100+ CLI LFS DWM
DEFT Zero 250+ Dart2 Lubuntu 14.04 Lxde
Kali Linux 2016.2 300+ ARM fähig Debian Multi
LionSec 5.0 ???   Ubuntu  
Matriux v3 RC1 300+ out of date Debian Gnome
NST 24 ??? Server integriert Fedora  
NetSecLOS 6.0 50+   OpenSuse Lxde
Paladin 6.0 30+   Ubuntu  
Parrot Security 3.5 700+ Cloud fähig Debian Jessie MATE
Pentoo 2015.0 RC5 ??? 64bit Gentoo Xfce
Ronin   150+ out of date Lubuntu Lxde
Sans SIFT 3.0 20+   Ubuntu  

Installation DracOS 2.1, sowie Neues von Parrot Security OS und BlackArch Linux

Gegen Ende letzten Jahres gab es noch ein paar Änderungen an der Security Distributionen Front. Aber zunächst möchte ich ein neues Security OS vorstellen. 

DracOS 2.1 - Leak

Neu im Sicherheitsbunde ist ein indonesisches Security OS. 

DracOS ist ein Penetration OS, welches auf Linux from Scratch aufbaut. Der regelmäßige Leser erinnert sich vielleicht daran (Artikel).
Es verwendet die Kommandozeile in Verbindung mit den Dynamic Windows Manager. Das heißt ihr solltet fit auf der CLI sein, wenn ihr die Distribution verwendet oder es eben werden.

In der aktuellen Version 2 gibt es noch keinen Paketmanager, dieser soll aber folgen.
Wie bei anderen Distribution sind jede Menge Tools zur Informationsgewinnung, Sicherheitslückenfindung oder Malware Analyse vorinstalliert.

Details zu allen Programmen lassen sich hier finden. DracOS Codename "Leak" wurde bereits im Oktober 2016 veröffentlicht und wird stets weiter entwickelt.

 

Installation Dracos 2.1

Die Installation erfolgt über git und den Installer DRACER oder ganz normal via ISO Datei

sudo apt-get install squashfs-tools rsync
git clone https://github.com/Screetsec/super-dracos
cd super-dracos
sudo chmod +x DracosInstaller.sh
sudo ./DracosInstaller

[02]  CREATE PARTITION WITH FDISK
[03]  START INSTALL DRACOS

dracos-dracer

Ich habe eine Installation zu Testzwecken via ISO realisiert, diese ist einfach via VirtualBox oder VMware möglich.

Erste Schritte mit DracOS

Nach einer Installation via VirtualBox muss zunächst ein Login erfolgen.
Hierzu wird der Login "root" und das Passwort "toor" eingegeben.

Danach wird schlicht das Terminal angezeigt, für den Start der GUI muss "startx" eingegeben werden.

Auch nach dem Start der Oberfläche ist weiterhin die Tastatur das Hauptbewegungsmittel, da es sich bei DracOS wie schon erwähnt um eine CLI Steuerung handelt.

Wichtige Tastatur Shortcuts für die Bedienung sind

Menü öffnen windows + shift + d
Browser öffnen windows + shift + l
Screenshot printscreen
Terminal öffnen windows + shift + enter
Dateimanager öffnen windows + shift + c
Fenster verschieben windows + left click
Fenstergröße anpassen windows + right click

Zusätzlich dazu kann auch das Fenster Layout geändert werden

Null windows + f
Monocle windows  + m
Tile windows + t
Apples Grid windows + g


Fazit

DracOS bringt frischen Wind in die Security OS Szene, mit seinem LFS Ansatz ist es eine gelungene Abwechslung zu herkömmlichen Distributionen. Tools sind zahlreich vorhanden und das OS benötigt nicht viele Ressourcen.

DracOS



Parrot Security OS 3.3

Das bereits vor zwei Monaten vorgestellte Sicherheits OS Parrot Security wurde in Version 3.3 veröffentlicht.

Parrot-SecurityDie größten Änderungen der neuen Version dürfte der Wechsel zum Kernel 4.8, GCC 6.2 und PHP7 darstellen.
Des weiteren wurden fast alle der integrierten Security Tools aktualisiert.

 

Parrot Sec




BlackArch Linux 2016.12.29

Ebenfalls kurz vor Weihnachten wurde die neueste Version von BlackArch veröffentlicht.

Die auf ArchLinux basierende Distribution, mit stolzen 6.3 GB an Daten, wurde im Zuge des Rolling Releases auf 2016.12.29 aktualisiert.

BlackArch-Linux

Auch hier wurde der Kernel auf 4.8.13 aktualisiert, sowie viele Programme. Laut Changelog sind über 100 neue Tool hinzugekommen.

BlackArch bietet nun auch eine offizielle Unterstützung für VirtualBox und VMware, hierzu wird nun ein OVA Image bereitgestellt.

Black Arch




Fehlt nur noch der Überblick

Gesamtübersicht der bereits erwähnten Security Systeme

Name Version Tools Besonderes Basis GUI
Autopsy 4.0 ??? The Sleuth Kit Windows  
BackBox 4.7 70+ eigenes Repo Ubuntu Xfce
BackTrack 5 300+ out of date Ubuntu Gnome
BlackArchLinux 2016.12.29 1500+ ArchLinux ArchLinux Gnome
CaINE 5 100+ WinUFO Ubuntu Mate
DracOS 2.1 100+ CLI LFS DWM
DEFT Zero RC1 250+ Dart2 Lubuntu Lxde
Kali Linux 2016.2 300+ ARM fähig Debian Multi
LionSec 5.0 ???   Ubuntu  
Matriux v3 RC1 300+ out of date Debian Gnome
NST 24 ??? Server integriert Fedora  
NetSecLOS 6.0 50+   OpenSuse Lxde
Paladin 6.0 30+   Ubuntu  
Parrot Security 3.3 700+ Cloud fähig Debian Jessie MATE
Pentoo 2015.0 RC5 ??? 64bit Gentoo Xfce
Ronin   150+ out of date Lubuntu Lxde
Sans SIFT 3.0 20+   Ubuntu  

CAINE 8.0 blazar mit Win-UFO für live Forensik verfügbar

Schon vor ca. 4 Wochen wurde eine neue Version von C.A.I.N.E veröffentlicht. Das Computer Aided Investigative Environment System von Giancarlo Giustini ist mit Version 8 im 8. Jahr immer noch im Rennen.

Die neueste Variante basiert auf Ubuntu Linux 16.04 LTS, MATE, LightDM und bringt den Kernel Kernel 4.4.0-45 mit.

caine

Die Distribution unterstützt UEFI/Secure Boot und Legacy Boot. Der Installer basiert auf SystemBack, welches auf ITrig schon als Image Tool für eigene Distributionen Erwähnung gefunden hat.

Nach dem ersten Start von CAINE werden alle Geräte als Read Only gemountet. Diese Sperre muss manuell aufgehoben werden.

Das System kann wahlweise in den RAM gebootet werden und ist damit um einiges flotter.

Wer CAINE remote verwalten möchte, kann auf den integrierten VNC Server zurückgreifen.

Win-UFO

Win-UFO

Ein Unterschied dieser forensischen Distribution zu anderen, ist die Unterstützung für Win-UFO 6.0. Dabei handelt es sich um eine Toolsammlung für Windows Systeme.

Hier sind viele Programme aus dem Nirsoft oder Sysinternals Repertoire enthalten, welche das Auslesen von Logs, History, Passwörten und Co erlauben oder die Analyse von Ports und Verbindungen.

Insgesamt sind ca. 100 Windows Tools in der Sammlung enthalten.

 

Fazit

CAINE 8.0 bietet auch in der neuesten Version eine gute Plattform mit forensischen Tools und Co. Mit Win-UFO ist zusätzlich eine große Auswahl an Programmen für reine Microsoft Systeme an Bord. Viel Neues ist in "blazar" allerdings nicht dazu gekommen

Die Distribution kann als ISO heruntergeladen werden. Die Entwickler warnen aktuell aber vor Problemen mit VirtualBox.

Caine

Lynis 2.3.4 – Sicherheits Auditing für Linux Systeme mit vielen neuen Features

Das Open Source Security Auditing Tool Lynis  hat ein weiteres Major Update erhalten, welches allerdings schon beim 4. Bugfix Release angekommen ist.
Ich hatte das letzte Mal im März darüber berichtet (Artikel).

Zu den Kern-Neuerungen der Version 2.3.4 zählt unter anderen

  • Neue Ansible Scripte sind verfügbar
  • Ein Entwickler Modus für detaillierte Informationen wurde integriert "--profile developer.prf lynis audit system --developer"
  • Neuer Hilfe Befehl "show" (siehe Screenshot)
  • Es werden nun verschiedene Sprachen unterstützt, Deutsch ist seit Version 2.3.2 dabei.
  • Nginx wird auf veraltete SSL Implementierungen überprüft (SSLv2/SSLv3)
  • Lynis beherrscht verschiedene Profile
  • Remote Scans via SSH sind möglich
  • Systemd wird erkannt und unterstützt
  • Die Auswertung samt Darstellung wurde verbessert
  • Die Auswertung kann debugged werden "--debug flag"
  • Support für Redis, OpenStack und PHP 5.6 wurde integriert
  • Die Logdatei lässt sich mit "lynis show details TestID" öffnen
  • Bösartige Arch Linux Pakete werden nun erkannt

lynis-show

Installation Ubuntu 14.04 oder 16.04

Ubuntu 14.04

sudo sh -c 'echo "deb https://packages.cisofy.com/community/lynis/deb/ trusty main" > /etc/apt/sources.list.d/cisofy-lynis.list'
sudo apt-get update
sudo apt-key adv --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv-keys C80E383C3DE9F082E01391A0366C67DE91CA5D5F
sudo apt-get install lynis

Ubuntu 16.04

sudo sh -c 'echo "deb https://packages.cisofy.com/community/lynis/deb/ xenial main" > /etc/apt/sources.list.d/cisofy-lynis.list'
sudo apt-get update
sudo apt-key adv --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv-keys C80E383C3DE9F082E01391A0366C67DE91CA5D5F
sudo apt-get install lynis

Weitere Systeme wie Fedora oder SuSE werden ebenfalls unterstützt, alternativ kann das Paket auch ohne Repository installiert werden.

lynis

Fazit

Für Administratoren oder Sicherheitsexperten ist Lynis ein praktisches Tool, um Systeme zu auditieren oder zu härten. Die deutsche Übersetzung ist etwas dürftig und zum jetzigen Stand eher überflüssig. Dafür wurden zahlreiche Verbesserungen integriert, welche das kleine Programm immer noch zu einem nützlichen Puzzlestück bei einem ausgefeilten Sicherheitskonzept macht.

Download