Skip to content

Linux Frühjahrsputz: BleachBit 2.0 veröffentlicht

Passend zum gestrigen Frühlingsanfang haben die Macher von BleachBit eine neue Version 2.0 veröffentlicht.

Um den CCleaner für Linux Systeme war es lange ruhig gewesen.

Das neue Update bringt verbesserte Bereinigung für Chrome und Chromium, außerdem kann SQLite nun sicher gelöscht werden.

Speziell für Linux Anwender wurde eine journald Säuberung implementiert, die fehlerhaften Funktionen rund um APT wurden behoben und auf Debian System wird nun PolicyKit verwendet.

Außerdem wurden alle Installationspakete auf aktuelle Systeme angepasst. Changelog

bleachbit2

Somit kann BleachBit 2.0 auf neuen Ubuntu oder SUSE Systemen installiert werden.

BleachBit Installation unter Ubuntu 16.04


wget https://www.bleachbit.org/download/file/t?file=bleachbit_2.0_all_ubuntu1604.deb

sudo dpkg -i bleachbit_2.0_all_ubuntu1604.deb

sudo apt-get install -f

 

Fazit

Ich selbst verwende weder auf Windows noch auf Linux Tools die das System sauber halten, sondern verlasse mich da auf die Kommandozeile und bekannte Methoden.

Eine davon ist die halbautomatische Kernelbereinigung, welche ich hier schon vorgestellt hatte. Alles andere kann mit APT oder direkt im jeweiligen Programm erledigt werden.

Wer allerdings ein einfach zu bedienendes Tool mit Oberfläche sucht, der ist mit BleachBit 2.0 sicherlich auf das richtige Programm gestoßen, um temporären Dateien, Cookies, Browser Caches und Co den Kampf anzusagen.

Download

3 Methoden um alte Kernel unter Ubuntu, Linux Mint oder Elementary OS zu entfernen

Fehler oder Lücken im Kernel von Linux Systemen werden immer mal wieder entdeckt oder einfach neue Kernel mit neuen Funktionen veröffentlicht. 
Bei regemäßigen Updates kann eine ganze Sammlung an alten Kernel Versionen auf einem System entstehen.
Dies macht eine Bereinigung der betroffenen Systeme von Zeit zu Zeit notwendig.

Im Normalfall reicht ein apt-get autoremove autoclean aus, um ein System relativ sauber zu halten. 
Allerdings füllen alte Linux Kernel die Festplatte und werden im Normalfall nicht mehr benötigt.
Um diese zu entfernen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Drei Varianten möchte ich heute vorstellen.

kernels-anzeigen

Erste Variante - Händisch

Die erste Variante hatte ich bereits im Blog erwähnt und wird mit Hilfe des Paketmanagers dpkg/apt durchgeführt und bedeutet etwas Handarbeit.

Zunächst werden die vorhandenen Kernels aufgelistet 

dpkg --list |grep linux

um sie danach händisch zu entfernen.

sudo dpkg --purge linux-image-4.4.0-xx-headers-generic linux-image-4.4.0-xx-generic linux-image-extra-4.4.0-xx-generic

Mit ein paar Tricks lässt sich dies auch vereinfachen.

sudo dpkg --purge linux-{image,headers}-4.x.x-{61,62,..}

Zweite Variante - Halbautomatisch

Ubuntu 16.04 hat das Tool byobu an Bord, welches das Kommando purge-old-kernels mitbringt. 

Sollte dies nicht der Fall sein, lässt es sich mit sudo apt install byobu nachinstallieren.

Danach kann eine Bereinigung des Systems relativ einfach durchgeführt werden.

sudo purge-old-kernels

Der Befehl löscht alle Kernel bis auf die zwei letzen. Sollte dies nicht gewünscht sein, kann das Verhalten mit dem --keep Parameter geändert werden.

sudo purge-old-kernels --keep 3

Dieser Befehl behält die letzten drei Kernel und löscht den Rest.

purge-old-kernels

Dritte Variante - Automatisch

Für automatische Updates und andere Aufgaben bringt Ubuntu das Tool unattended-upgrades mit.

Hiermit lässt sich eine Bereinigung komplett automatisieren.

sudo dpkg-reconfigure -plow unattended-upgrade

Nun muss unter /etc/apt/apt.conf.d/50unattended-upgrades folgendes freigeschaltet werden:

Unattended-Upgrade::Remove-Unused-Dependencies "true";

autoremove-kernelFazit

Sollte Zeit eine Rolle spielen, bietet sich die automatische Methode wohl am ehesten an, allerdings ist man hier nicht mehr ganz Herr über das Systemverhalten,was Risiken mit sich bringt. 

Debiananwender werden die erste Variante kennen und nicht missen wollen.

Die zweite Variante purge-old-kernels stellt sicherlich die einfachste und schnellste Methode dar, um ein System von Altlasten zu befreien.