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Kali Linux 2019.3 und Black Arch Linux 2019.09.01 veröffentlicht

Black Arch Linux

Das Entwicklungsteam hinter BlackArch Linux hat eine neue Version 2019.09.01 veröffentlicht, die zahlreiche neue Tools, aktualisierte Komponenten und verschiedene Verbesserungen enthält.

blackarchDie Hacking- und Penetrationstestdistribution läuft nun mit Kernel 5.2.9 und hat mehr als 150 neue Tools erhalten.

Der Installer wurde auf Version 1.1.19 angehoben und das Look and Feel verbessert.

Download


Kali Linux 2019.3

Beim Platzhirsch hat sich ebenfalls etwas getan. So betreibt Offensive Security seine Distribution nun ebenfalls mit Kernel 5.2.9.

Was 8chan verloren hat, hat Kali hinzugewonnen. Gemeint ist Cloudflare als Content Delivery Network. Sollte beim Aufruf von apt update die Domain kali.download angezeigt werden, werden die Dienste von Cloudflare in Anspruch genommen.

Die bereits in der Vergangenheit angekündigten Änderungen der Metapakete (mehr Infos hier ) wurden umgesetzt. 
Speziell dafür wurde ein Image erstellt, welches alle alten Pakete enthält. (kali-linux-large-2019.3-amd64.iso)

In Zukunft werden Tools in folgende Gruppen unterteilt:

  • Kali-linux-default – Tools, die unserer Meinung nach für einen Penetrationstester unerlässlich sind
  • Kali-linux-large – für Penetrationstester, mit einer größere Anzahl an Tools für nicht standardisierte Einsatzgebiete
  • Kali-linux-everything – für alle, die alles wollen (ohne Internetzugang während des Tests)

Zusätzlich wurden die üblichen Aktualisierungen eingespielt (Burp Suite, HostAPd-WPE, Hyperion, Kismet, Nmap), wobei amass neu dabei ist.

 

Kali_Linux

 

Erst vor kurzem hatte ich den neuen Kali App Store vorgestellt. Mit dem aktuellen Release hat Kali Linux die Unterstützung für mobile Geräte weiter ausgebaut und unterstützt nun zusätzlich diese Modelle

  • LG V20 International Edition
  • Nexus 5X
  • Nexus 10
  • OnePlus 7

Letzteres zählt nun zu den offiziellen Standardgeräten für die mobile Kali Linux Variante.

Das Image Portfolio wurde zusätzlich auf Geräte von PINEBOOK ($99 Notebooks), sowie den Platinen von Gateworks (Ventana) erweitert.

Der neue Raspberry Pi 4 wird natürlich ebenfalls unterstützt.

 

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Übersicht 09/2019

 

Name Version Tools Besonderes Basis GUI
Autopsy 4.11.0 ??? The Sleuth Kit Windows  
BackBox 6.0 100+ AWS Ubuntu Xfce
BlackArch 2019.09.01 1750+ ArchLinux ArchLinux Gnome
CAINE 10 100+ WinUFO Ubuntu Mate
DracOS 3.0 100+ CLI LFS DWM
DEFT Zero 2018.2 250+ Mac Support Lubuntu 14.04 Lxde
Kali Linux 2019.3 300+ ARM fähig Debian Testing Multi
Kali App Store   20+   Android  
LionSec 5.0 ??? 3 Jahre alt Ubuntu  
Matriux v3 RC1 300+ out of date Debian Gnome
NST 28 ??? Server integriert Fedora  
NetSecL OS 6.0 50+   OpenSuse Lxde
Paladin 7.0 30+   Ubuntu  
Parrot Sec 4.7 (beta) 700+ Cloud fähig Debian Buster MATE/KDE
Pentoo 2018.0 RC7.1 ??? 64bit Gentoo Xfce
Ronin   150+ out of date Lubuntu Lxde
Sans SIFT 3.0 20+   Ubuntu  

 

Distrotest.net – über 200 Linux Versionen online testen

Linux Distributionen gibt es bekanntlich einige und die Auswahl welche Version nun die richtige für die aktuellen Anforderungen oder den eigenen Geschmack sein soll, fällt durchaus mal schwer.

Normalerweise würde für einen ersten Test ein VMware oder Virtualbox Image heruntergeladen, das gewünschte System installiert und fertig ist das Testsystem.

Doch dies nimmt Zeit in Anspruch und es müssen Images heruntergeladen werden.

DistroTest.netDiesen Vorgang wollen die Jungs von Distrotest.net vereinfachen.

Distrotest.net

ist ein Service der momentan 753 Versionen von 234 verschiedenen Betriebssystemen online anbietet. (komplette Liste)

Das Prinzip ist mehr als simpel. Gewünschtes System aussuchen, in eine Warteschlange einreihen und los geht es mit dem Online Linux Test. Möglich macht dies eine Mischung aus Debian und QEMU.

Allerdings gibt es teilweise starke Perfomanceunterschiede bei den einzelnen Systemen.

Ein Alpine ist in wenigen Sekunden verfügbar, ein Elementary OS lädt sich quasi tot, ein OpenSUSE andererseits funktioniert wieder recht flüssig.

DistroTest.net-suse

Die einzelnen Systeme werden über ein intergrierten noVNC Viewer angesteuert. Es kann allerdings auch auf eigene Clients zurückgergriffen werden. Die benötigten Logindaten sind auf der Webseite gelistet.

Da die Images in einem extra Fenster starten, sollten Popup Blocker deaktiviert werden.

Auch die Laufzeit ist begrenzt, kann aber individuell verlängert werden,wenn gewünscht.

Fazit

Ein Service der diese Masse an Linux/Unix Systemen online zur Verfügung stellt ist ohne Zweifel aller Ehren wert.

Allerdings hat der Service, wie oben bereits erwähnt, durchaus seine Schwankungen. Es kann vorkommen, dass der Server überlastet ist und eine lange Wartezeit in Kauf genommen werden muss.

Das Laden der Images dauert ebenfalls manchmal seine Zeit und stellt sich je nach Distribution als quälend langsam heraus. Hier ist noch Luft nach oben. (Es darf gespendet werden)

Distrotest richtet sich an Interessierte, welche mal einen Blick auf das bunte Linux Universum richten möchten, ohne sich mit der Installation und virtuellen Images auseinandersetzen zu müssen.

Distrotest.net

 

Kurztipp: Firefox mit Windows Zertifikatspeicher in der Domäne nutzen

Firefox mit Windows Zertifikatspeicher zu nutzen ist sicherlich schon eine ältere Funktion (glaube das war Firefox 49). Ich bin aber erst gerade wieder darüber gestolpert.

Der Internet Explorer oder Chrome greifen in der Standardeinstellung auf die Windows System Zertifikate zurück. Firefox macht dies von Haus aus nicht. Hier muss unter about:config der Schlüssel

security.enterprise_roots.enabled auf true gesetzt werden.

zertifikate_firefoxDanach verfügt Firefox über die gleichen Zertifikate wie Windows selbst.

So könnten beispielsweise Zertifikate, welche in einer Domäne via GPOs ausgerollt wurden, im Firefox genutzt werden.

Um zu sehen welche Zertifikate im Store sind, kann unter Windows einfach certmgr.msc aufgerufen oder ein Blick in die Registry unter  HKLM:\SOFTWARE\Microsoft\SystemCertificates\Root\Certificates geworfen werden.

Jitsi Videobridge und Jitsi Meet - eigene Web und Videokonferenzen via Browser

Vor ca.3 Jahren hatte ich bereits über Jitsi Meet berichtet. Mittlerweile ist das Thema WebRTC und Web Videokonferenzen ein alter Hut und es wird nicht mehr jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben.

jitsi-meet-2018

Jitsi Meet

Jitsi wurde inzwischen von Atlassian übernommen und die Entwicklung an der Webkonferenzlösung still und heimlich weitergeführt.

Es wurden stets stabile Releases der Software veröffentlicht, diese waren bisher allerdings etwas schwerer zu erkennen, die hat sich nun geändert.

Die aktuellste stabile Version trägt die Nummer 2988 und der aktuelle Changelog kann auf Github eingesehen werden.

Installation unter Ubuntu

Zunächst möchte ich kurz zeigen, wie sich die neueste Version installieren lässt, dieser Vorgang wurde im Vergleich zu früher stark vereinfacht.

Ausgangsystem ist ein Ubuntu 16.04 (ja ich weiß 18.04 ist schon verfügbar)

wget -qO - https://download.jitsi.org/jitsi-key.gpg.key | sudo apt-key add 
sudo sh -c "echo 'deb https://download.jitsi.org stable/' > /etc/apt/sources.list.d/jitsi-stable.list"

sudo apt-get -y update
sudo apt-get -y install jitsi-meet

Ein Lets Encrypt Zertifikat kann nun ebenfalls automatisch erstellt werden:

/usr/share/jitsi-meet/scripts/install-letsencrypt-cert.sh

Aufrufen lässt sich die fertige Installation über https://meineServerAdresse.de

Die Software selbst hat einige Schritte nach vorne gemacht, nicht nur das Design ist besser, auch die Stabilität wurde um einiges verbessert. Neben dem eingebauten Chat lassen sich YouTube Videos oder der eigene Bildschirm teilen. Auch verschiedene Sprachen werden nun unterstützt.

jitsi-meet-2018Für Tastaturfreunde wurden ausreichend Kürzel implementiert.

jitsi-tastaturbefehle

Fazit

Wer einen eigenen Videokonferenzserver betreiben möchte, ist mit Jitsi Meet sicherlich gut bedient, die Software bietet genügend Funktionen für einen Jour fixe. 

Die schnelle und einfache Installation spricht für sich, sowie die Unterstützung für Lets Encrypt.

Falls kein Server zur Installation vorhanden ist, kann die offizielle Variante unter meet.jit.si verwendet werden.

Seit letztem Jahr wird zusätzlich auf Mobile Clients gesetzt, für Android oder für iOS stehen stabile Veröffentlichungen zur Verfügung.

Auch im Hinblick auf unsichere Programme, wie Skype und Co, bietet Jitsi Meet mit ZRTP und OTR Verschlüsselung die richtige und sichere Alternative für Videotelefonie an.

https://github.com/jitsi/jitsi-meet

Mozilla Page Shot - Screenshots direkt im Browser machen und sharen

Firefox Test Pilot gibt es schon eine ganze Weile. Dabei handelt es sich um eine Mozilla Plattform für interessierte Firefox Nutzer.

Firefox-Test-Pilot
 
Diese können im Rahmen des Projekts verschiedene Browser Erweiterungen ausprobieren oder auch einreichen, welche später evtl. den Weg ins Hauptprogramm finden könnten.

Die Plattform ist seit diesem Jahr auf Deutsch verfügbar und dürfte somit auch hierzulande Anklang finden.

Zurzeit befinden sich vier Experimente auf der Pilot Seite, darunter sind Cliqz für Suchvorschläge, Min Vid für YouTube Freunde, Tab Center für Seitenleisten Fans und Page Shot für Screenshots.

Letzteres habe ich seit einiger Zeit im Einsatz und möchte es darum etwas in den Fokus rücken.

Firefox-test-Pilot-PageShot


 
Page Shot - Schnelles und einfaches Bildschirmfoto

Das Page Shot Tool bindet sich nach Aktivierung des Test Pilot Addons und Installation der PageShot Erweiterung als kleines Scherensymbol in die Addon-Leiste ein.

Via Click können entweder die ganze Seite oder ein bestimmter Bereich abfotografiert werden. Jeder neue Screenshot wird in einen eigenen Bereich für eine begrenzte Zeit hinterlegt und ist somit später noch abrufbar. Zusätzlich wird der gemachte Screenshot automatisch in die Zwischenablage kopiert.

Firefox-PageShots 
Neben der Screenshotfunktion wurde eine Sharingfunktion eingebunden, welche das direkte Teilen via Facebook, Twitter, Pintererst oder Mail erlaubt. Dazu wird ein einmaliger Link zum Bild erstellt z.B. https://pageshot.net/sartUdxxXXsnxxrRcI/testpilot.firefox.com

Kleine Bemerkung am Rande, anders als die Testpilot Seite oder die Pageshot Info Seite, ist die Screenshot Erweiterung selbst allerdings wieder auf Englisch. 


Wer sich Sorgen um die online gestellten Screenshots macht, den kann ich auf folgende Mozilla Aussage verweisen

„Wir speichern Ihre Screenshots auf Mozillas Servern und haben Zugang zu diesen Screenshots. Wir greifen aber nur auf Ihre Screenshots zu, wenn diese für den Betrieb unserer Dienste verhältnismäßig erforderlich ist, zum Beispiel, wenn uns ein Screenshot gemeldet wird oder zur Diagnose von Problemen. Wir analysieren außerdem alle Screenshots gemeinsam, um Page Shot zu verbessern, zum Beispiel indem wir die durchschnittliche Größe und Zahl von Screenshots pro Benutzer erfassen.“

Mehr unter der Hauptseite


Fazit

Für den schnellen Screenshot zwischendurch ist das Tool perfekt, besonders wenn es gilt diesen übers Netz zu teilen.

Schön wäre es, wenn in Zukunft noch ein paar Bearbeitungsfunktionen wie Markierungen hinzufügen, Größe anpassen oder Rahmen dazu kommen würden, ohne das Tool zu mächtig werden zu lassen. 

So komme ich momentan noch nicht ganz ohne Programme wie GreenShot oder PicPick zurecht, da die oben erwähnten Funktionen dort vorhanden sind und hin und wieder eben gebraucht werden

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