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Remastersys - Eigene Ubuntu 12.10 Live CDs erstellen - How to

Bei Remastersys handelt es ich um ein Open Source Tool, das es dem Nutzer erlaubt seine eigene Ubuntu Live CD zu erstellen. Dazu wird ein installiertes Ubuntu mit gewünschten Treibern und Programmen aufgesetzt und danach eine brennbare ISO Datei davon erstellt. Die ISO kann zusätzlich individuell angepasst werden. So kann zum Beispiel ein eigener Name oder der Hintergrund beim Bootvorgang angepasst werden. Auf diese Weise lassen sich schnell und einfach eigene individuelle Live CDs erstellen oder viele Rechner mit gleichem System aufsetzen.

remastersys

Da Remastersys das komplette System sichert, kann das Programm auch für Backups inklusive eigener Dateien verwendet werden. Auch davon kann eine Live CD erstellt werden, falls ihr euren "PC" mal auf CD mitnehmen müsst.

Ich möchte euch nun Schritt für Schritt zeigen wie eine eigene Live CD für Ubuntu 12.10 erstellt werden kann. Voraussetzung ist ein schon installiertes Ubuntu 12.10. Remastersys selbst ist als Konsolenversion oder mit einer Oberfläche erhältlich.

Remastersys in Ubuntu 12.10 installieren

  • Remastersys Schlüssel herunterladen und abspeichern
  • Den Schlüssel über "Systemeinstellungen-> Software-Paketquellen -> Authentifizierung/Schlüssel importieren" laden
  • Eine neue Quelle hinzufügen "Systemeinstellungen-> Software-Paketquellen -> Andere Software /Hinzufügen"
    • deb http://www.remastersys.com/ubuntu quantal main
  • Nachdem die Paketquellen aktualisiert wurden kann "Remastersys" über das "Software Center" installiert werden

softwarequellen

Remastersys in Ubuntu 12.10 über die Konsole installieren

Der Kenner installiert das Tool schnell über die Konsole

  • sudo wget -O - http://www.remastersys.com/ubuntu/remastersys.gpg.key | apt-key add -
  • sudo nano /etc/apt/source.list
    • deb http://www.remastersys.com/ubuntu quantal main
  • sudo apt-get update
  • sudo apt-get install remastersys
  • sudo apt-get install remastersysgui (wenn eine Oberfläche gewünscht wird)

Eigenes Ubuntu zusammenstellen und zusätzliche Treiber entfernen

Nun kann das System auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden, Programme installieren, Treiber aktualisieren usw. Am Ende "sudo apt-get update & upgrade" nicht vergessen :)

Ist das System bereit, sollten "Zusätzliche Treiber" deinstalliert werden. Bei älteren Systemen war dies mit dem "jockey-gtk utility" möglich. Unter Ubuntu 12.10 ist dieses unter  "Systemeinstellungen-> Software-Paketquellen -> Zusätzliche Treiber" zu finden oder über das Paket ubuntu-drivers-common.

Zusätzliche Treiber können zu Problemen führen und es wird geraten diese zu entfernen.

System mit Ubuntu Tweak und BleachBit bereinigen

Bevor die Live CD erstellt wird, kann das System von unnötigen temporären Dateien befreit werden. Am besten eignet sich für so einen Vorgang "Ubuntu Tweak" welches jedoch erst installiert werden muss:

ubuntu-tweak

  • sudo add-apt-repository ppa:tualatrix/next
  • sudo apt-get update
  • sudo apt-get install ubuntu-tweak

Im Programm selbst kann unter "Hausmeister" alles gelöscht werden, was nicht mehr benötigt wird, dadurch wird einiges an Platz frei werden.

Weiter kann mit BleachBit etwas Platz geschaffen werden. BleachBit löscht unnötige Dateien von über 70 Programmen. Auch dieses Tool muss zunächst installiert werden

  • sudo apt-get install bleachbit
  • sudo bleachbit 
ubuntu-bleachbit

Individuelle Live CD fertigstellen

Danach kann "Remastersys" gestartet werden. Je nach Bedarf können Einstellungen wie Nutzer, Hintergrund oder CD Name angeben werden. Schlussendlich kann mit dem Menübefehle "Distribution" die eigene Live CD im ISO Format erstellt werden. Die ISO kann wahlweise auf CD oder auf einen Stick gespielt werden. Zum Testen ist sicherlich der Stick die erste Wahl.

ISO über USB Stick installieren

Dazu kann zum Beispiel der "Startmedienersteller" geöffnet werden. Ist ein Stick eingesteckt, sollte dieser erkannt werden. Als Quelldatei wird nun einfach das ISO File ausgewählt. Zu finden ist dieses unter "/home/remaster". Der Stick sollte auf jeden Fall kein U3 installiert haben, wie dieses entfernt wird, hatte ich ja erst erklärt.

War der Kopiervorgang erfolgreich, könnt ihr ab sofort euer eigenes Ubuntu direkt vom Stick starten und habt somit immer eure eigene Arbeitsumgebung in der Tasche.

ARD Live Stream über VLC Player, Winamp oder Quicktime anschauen

Liebe Leserinnen und Leser, der nahezu internetfreie Urlaub ist vorbei und der Alltag hat einen wieder. Ich wünsche euch allen ein frohes und erfolgreiches neues Jahr.

Das frisch gebackene Jahr bringt neben dem neuen Rundfunkbeitrag mit Abgaben für alle sogar eine Gegenleistung mit. Die Rede ist vom neuem ARD Live Stream, dieser ist über den Browser (http://live.daserste.de) abrufbar und kann somit ohne zusätzliche Programme oder Rechte angesehen werden. Mobile Geräte benötigen ebenfalls keine App, sondern greifen den Stream unter der Adresse "http://m.daserste.de" oder "m.daserste.de/#live" ab.

ARD Live Stream über VLC Player, Winamp oder Quicktime anschauen

Das Verfolgen des Streams im Browser ist nicht unbedingt die beste Lösung, da erstens viel Speicher verbraucht wird und zweitens ein Player mehr Funktionen bietet.

Unter der Adresse http://live.daserste.de/de/livestream.xml  sind praktischerweise verschiedene RTSP Streams der ARD gelistet.

  • Klein
    • rtsp://daserste.edges.wowza.gl-systemhaus.de/live/mp4:daserste_int_320
  • Mittel
    • rtsp://daserste.edges.wowza.gl-systemhaus.de/live/mp4:daserste_int_576
  • Groß
    • rtsp://daserste.edges.wowza.gl-systemhaus.de/live/mp4:daserste_int_1600

Die gewünschte URL einfach im VLC Player über "Medien/Netzwerkstream öffnen" oder "Strg+N" aufrufen und zurücklehnen.

Andere Player wie Winamp ("URL wiedergeben"), Quicktime ("Datei\URL öffnen"), usw. funktionieren ebenso.

ard-live-stream

via

Mozilla Firefox 17 - Facebook Messenger aktivieren und weitere Neuerungen

Seit zwei Tagen ist Firefox 17 im Netz verfügbar. Die neue Version steht ganz im Zeichen von Social Media, denn mit der Social API kann der Facebook Messenger und weitere Facebook Symbole in Firefox integriert werden. Der Anwender muss in Zukunft nicht mehr die Facebook Webseite aufsuchen, möchte er Freundschaften bestätigen oder Nachrichten lesen. Die Funktionen müssen natürlich explizit aktiviert werden, doch dazu später mehr.

firefox

Ein weiteres neues und wichtiges Feature ist die aktive Click-to-Play-Funktion. Diese lädt unsichere Plugins zum Beispiel von Java oder Flash nur noch per Klick und nicht mehr automatisch. Welches Plugin als unsicher gilt, ist auf einer mozillaeigenen Blockliste festgehalten. Neben der erhöhten Sicherheit für Plugins, lassen sich in der neuen Version 17 iFrames in einer sicheren Sandbox starten.

Weitere große Neuerungen sind bei Firefox 17 leider nicht mit an Bord. Neben einigen kleineren Sachen für Entwickler, wie zum Beispiele SVG FillPaint und StrokePaint Integration und 20 Bugfixes können die Änderungen dem Changelog entnommen werden.

Wie aktiviere ich den Facebook Messenger und die Facebook Symbole im Firefox

Für das Aktivieren der Social Api muss "about:config" aufgerufen werden. Als Suchfilter eignet sich am besten der Begriff "social", denn die Werte "social.active" und "social.enabled" müssen auf "true" gesetzt werden. Danach solltet ihr postwendend ein Facebook Symbol und den Messenger eingeblendet bekommen.

facebook-messenger-firefox-aktivieren

Tracking Schutz für den Internet Explorer mit Fraunhofer SIT TPL aktivieren

Tracking von potentiellen Werbekunden im Internet ist ein Dauerthema, eventuell durch die stetig steigende Anzahl verfolgender Webseiten oder durch Visualisierungstools wie Collusion (Firefox, Chrome), die einem erst vor Augen führen, wie massiv ausgespäht wird. Doch was tun, wenn die personalisierte Werbung überhand nimmt? Wie schalte ich diese Tracking Methoden aus, bzw. verhindere sie im Ansatz?

Wie verhindere ich, dass mich Webseiten tracken und personalisierte Werbung einblenden?

Schutzmaßnahmen für Firefox oder Chrome gibt es einige, da wären zum Beispiel:

  • Werbung an sich abschalten mit Werbeblockern wie AdBlockPlus (Firefox, Chrome)
  • JavaScript blockieren mit NoScript (Firefox)
  • Super Cookie Datenschutz durch BetterPrivacy (Firefox
  • Tracking Schutz mit Ghostery (Firefox, Chrome)
  • RefControl, mehr Kontrolle über den HTTP Referer (Firefox, Chrome)
  • Die"Do Not Track" Funktion in allen gängigen Browsern (Einstellungen\Datenschutz)
  • Erweitere Cookie Verwaltung
  • usw.

Doch einer fehlt hier im Bunde, ein immer noch sehr beliebter Browser namens Internet Explorer. Dieser verfügt zwar nicht über tausende von Plugins, doch auch er bietet Möglichkeiten einen Tracking Schutz zur aktivieren. Gemeint sind damit sogenannte TPLs. Dabei handelt es sich um Tracking-Schutz Plugins, welche die Privatsphäre schützen.

Wie aktiviere ich den Tracking Schutz im Internet Explorer

Microsoft bietet auf seiner Add-on Webseite sogenannte Tracking Listen an. Bisher waren dort bekannte Listen wie Abine oder EasyList zu finden. Seit heute stellt das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie eine eigene handverlesene Liste bereit. Dazu hat das Institut die 500 beliebtesten Webseiten in Deutschland untersucht und eine Liste mit aktuell 360 Trackern zusammengestellt.


Wird diese TPL in den Internet Explorer eingebunden, fallen bei dem Besuch der 500 beliebtesten deutschen Webseiten keine Trackingspuren mehr an und die Privatsphäre bleibt gewahrt.

tracking-schutz-ie


Um die Frauenhofer SIT Liste oder andere einzubinden muss lediglich das Zahnrad oben rechts ausgewählt und der Bereich "Add-ons verwalten" angeklickt werden.

ie-addons-verwalten

Im neuen Fenster kann über "Tracking-Schutz" und "Liste für den Tracking-Schutz online abrufen" die im ersten Bild zu sehende "Frauenhofer SIT TPL" installiert werden

trackingschutz-ie

Mehr Informationen zu der Technik im Hintergrund können auf der Frauenhofer Webseite abgerufen werden. Die Liste selbst wird die nächsten Jahren vom Institut stets aktuell gehalten. Dem besseren Schutz der Privatsphäre steht somit auch beim Internet Explorer Nicht mehr im Wege.

Super Grub Disk 2.0 - Hilfe mein Linux bootet nicht mehr, was kann ich tun?

Die Super Grub Disk ist ein bootfähiges System für CD, welches den Bootloader bzw. den MBR (Master Boot Record) unter Linux repariert startet. Die Super Grub Disk erkennt auf nicht bootfähigen Systemen (Ubuntu, Mint, CentOS, usw.) automatisch die Installation und verhilft zum Booten des Betriebssystems. 

super-grub-funktionen

Auf diese Weise lassen sich defekte Systeme booten. Die CD selbst bietet verschiedene Optionen an um in das kaputte Betriebsystemzu booten.

Super Grub Disk 2.0

Mit der Version 2.0 wurde dieses Reparatursystem komplett neu geschrieben und die Unterstützung für Grub 2.0 implementiert. Dies hat den Effekt, dass mit der bisherigen Wiederherstellungs-CD nur noch das installierte System gestartet werden kann und dann von Hand repariert werden muss, da nur noch ein Lesezugriff auf MBR bzw. Bootloader existiert.

Die neue Boot-CD ist jedoch kein Rückschritt, wie der ein oder andere eventuell denken mag, denn neben Grub 2.0 werden nun auch USB Sticks, sowie das System Mac OS X bedient. Daneben wird LVM und RAID unterstützt und BSD- und Sunpc-Partitionstabellen. Wer dem Englischen nicht so mächtig ist, der kann die Toolsammlung mit Hilfe einer Sprachdatei anpassen.

Download Super Grub Disk 1.98

Download Super Grub Disk 2.0 beta

super-grub-disk-2.0

Manuell den Bootloader reparieren

Wie bereits erwähnt, kann die neue Super Grub2.0 Disk nur defekte Systeme booten und sie nicht selbst reparieren. Das ist nicht weiter tragisch, denn sobald mit der CD gebootet wurde gehen diese Schritte recht einfach.

Grub 2 neu installieren

  • Eine Konsole öffnen
  • Mit "/sbin/fdisk -l" die Festplatten anzeigen lassen
  • Uns interessiert immer nur die erste Festplatte (sda oder hda)
  • Mit "sudo grub-install /dev/sda" bzw. "sudo grub-install /dev/hda" den Bootloader wiederherstellen

Kernelemente von Grub 2 in den MBR schreiben

Oft reicht es auch aus die Dateien boot.im und core.img neu zu schreiben

  • Konsole öffnen
  • Mit "sudo grub-setup /dev/sda" den Mbr neu schreiben